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se bei sehr vielen so manche alte Überzeugung über den Haufen gewor-fen, ohne Neues dafür zu geben. Das ist fast ebenso schlimm, alswenn durch die gewaltigsten Änderungen sich in Denken und Betrach-ten fast garnichts ändern soll. Den Nationalismus, den die' Volks-zeitung' hier vertritt- und dem sich auch Friedrich Stampfer ver-schrieben hat, halte ich auch besonders für die Zukunft gesehenfür verhängnisvoll. Niemandem von uns ist das deutsche Schicksalauch als ganze Nation gesehen nicht gleichgültig. Wir internatio-nalen Sozialisten sollen es uns dreifach und öfter überlegen, ob wirdie nationale deutsche Frage in nächster Zukunft so deutlich in densalenVordegrund stellen und die schwachen Kräfte einer sich kaum wiederaufrichtenden Arbeiterbewegung von vornherein damit belasten. Un-sere Gedanken und Kräfte sollten sofort europäisch und weltpoli-tisch ausgerichtet werden. Die Einstellung von Vogel und Ollenhauerin London sagt mir bisher xxxx sehr viel mehr zu, weil man sich dortMühe gibt, ohne Scheuklappen mit Sozialisten aller Richtungen zusam-men zu arbeiten. Nur eins hätte ich dabei noch zu wünschen: dass manmit der Parteivorstands- Spieletei aufhört und sich einen anderen Rahorganisatorischer Art!- schafft, in dem man nicht als alleinbestimmender Politiker, sondern als Mitarbeiter und Berater sich zurVerfügung stellt. Auf die Form, auf den geistigen Gehalt und auf diemorakische Verfassung einer zukünftigen Arbeiterbewegung wird essehr ankommen, was sich in der Zukunft in Europa herausbildet. Auchunsere Einstellung zu Russland muss zumindest den Willen zur Objek-tivität haben."
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Wie sehr Marie Juchacz mit diesen gegenüber Louise Oppenheimer ge-äusserten Gedanken fast prophetisch der späteren Entwicklung vorauseilte, können wir Heutigen un besonders gut beurteilen.
Neben den Gedanken, die sich Manie Juchacz über die Zukunft Deutsch lands machte und wobei sie mit ihren zahlreichen und unermüdlichenBriefen an alle nur erreichbaren Freunde' am Hebel der Zeit' blieb,vergass sie nicht den Alltag, der sie ständig brauchte. Das' Fähnleider sieben Aufrechten' in der New Yoerker Bronx, zu dem Erna und Jo-la Lang gehörten, gönnte ihr keine Ruhe:
" Was immer wir für den X' Solifonds' sammelten, wie gross auch dieOpferbereitschaft aller war,- es reichte nicht aus. Da bist Du, Ma-rie, wieder in die Bresche gesprungen und hast mit den Freunden vomjüdischen Arbeiter- Kommittee, die den kassenwahn Lügen straften unduns immer wieder verständnis und vorbildliche Hilfsbereitschaft er-
wiesen, verhandelt. Sie gaben uns namhafte Beträge und' adoptierten'