Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 
  

-

- 313-

dienen, falls Sie sie haben wollen. So weit meine Anregung und Bitte zu-gleich."

An anderer Stelle des Briefes heisst es:

" Wir, das heisst: die Arbeiterwohlfahrt New York , haben uns nun, um eben-falls im Rahmen der Lizenzen mitsammeln zu können, der' League of HumanRights'- das ist die' Federation of Labor'- als auxilary committee an-geschlossen. Der Erfolg ist auch für unsere Möglichkeiten bisher nichtschlecht."

Mit einer Auflage von mehreren hundert Exemplaren schickte Marie, unter-stützt von Emil Kirschmann und Kaethe rey, einen Rundbrief nach Deutsch­ land :

" Wir sind fleissig beim Sammeln von kleidern, Wäsche, Schuhen, Lebensmit-teln und Medikamenten, nachdem die Regierung endlich die Erlaubnis dazugegeben hat. Was wir bisher tun konnten, musste ganz unter der Hand ge-schehen, und das reichte natürlich nicht sehr weit. Jetzt dürfen die gros-sen Organisationen, die eine Lizenz haben, auch für Deutschland sammeln,was bisher nicht erlaubt war. Die kleinen organisationen und die, die sicherst jetzt und zu dem Zweck der Hilfe für Deutschland gebildet haben, dür-fen benfalls sammeln, wenn ie sich einer der grossen mit Lizenz ausge-statteten Urganisationen anschliessen.

Hier besteht seit längerer Zeit ein Ausschuss für Arbeiter- Wohlfahrt New York , der schom im Stillen- und weil es nicht anders ging- in bescheide-nem Umfang gesammelt xxxx und der auch Wege gefunden hat, das Ergebnisnach Deutschland hereinzubringen. Jetzt kann diese Tätigkeit intensiviertund erweitert werden. Dazu gehört u.a. auch die Bearbeitung der Presse,soweit sie schon für die Behandlung deutscher Fragen empfänglich ist. Die-se Presse muss natürlich unterrichtet werden, wenn sie unsere Bitten undInserate aufnehmen soll. Was wir brauchen: etwas über das Wirken und dieAuswirkungen der Ausschüsse für Arbeiterwohlfahrt, so bunt und mannigfal-tig, wie es sich aus der Arbeit selbst ergibt. Dann etwas über die Lage derKin- der und Jugendlichen, was man bereits tut, was man noch tun möchte,

-

wenn man dieses oder jenes hätte. Ferner etwas über den Gesundheitszustandder Kinder, der Jugend, der Erwachsenen. Etwas über Heime, Nähstuben, an-dere Einrichtungen. Auch Stimmungsbilder, Zeitungsausschnitte usw.Unsere AW- Mitarbeiter müssen versuchen, dass sie in die Verteilungsaus-schüsse kommen. Die Sachen werden zum Teil schon hier für die empfangendeOrganisation bezeichnet, für uns mit' Arbeiterwohlfahrt'. Es kommen auchnicht bezeichnete Sachen, z. B. durch die Quaker, die dann der. gerechtenVerteilung überlassen bleiben. Das ist Sache der Vertretung in den Aus-schüssen. Es gibt schon heute manchen Weg zur Weiterleitung der Mittei-