Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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Hauptausschuss in Aktion, um zusammenzufassen, zu koordinieren.

und

Es konnte nicht ausbleiben, dass die so sehr erschwerte Fühlungnahmedie in jeder Besatzum gszone anders gelagerten Voraussetzungen und Bedingungen die einheitliche Entwicklung der Organisation erheblich störten unddass es notwendig wurde, in Besprechungen und Konferenzen verschiedenartigeundEntwicklungen, gegensätzliche Auffassungen aufeinander abzustimmen. Das gerschah im allgemeinen in dem gegenseitigen Bemühen, einerseits die Einheit-lichkeit in Organisationsform, Arbeitsweise und Zielsetzung zu gewährlei-sten, andererseits berechtigte, regional bedingte Sonderentwicklungen nichtohne Not zu hemmen. Die erste Reichskonferenz der Arbeiterwohlfahrt im Mai1947 in Kassel einigte sich denn auch auf Richtlinien, die von den Vertre-tern aller Bezirke in den drei westlichen Besatzungszonen und von Berlin einstimmig angenommen wurden."

HilfsWenn Lotte Lemke in diesem zusammenfassenden Bericht nichts von den aktio-nen sagt, die vom Ausland gestartet wurden, dann ist das keine Unterschla-gung eines wichtigen Entwicklungsvorganges, sondern ein bewusster Verzichtauf die Darstellung der abertausend Kleinaufgaben, die schon immer zum Er-füllungsprogramm der Arbeiterwohlfahrt gehörten, die aber gerade in denJahren bis zur Währungs reform in besonderem Umfange gelöst werden mussten.Was die Arbeiterwohlfahrt auf diesem Gebiet leistete, ging in Berichtformlaufend nach New York , wo das Material von Marie Juchacz in die für dieWeiterführung und Ausweitung der Aktionen so wichtigen Kanäle******* x ge-leitet wurde. Aber Marie konnte natürlich nie genug Material bekommen:" Mich interessiert sehr stark, was die Partei und die Arbeiterwohlfahrt ma-chen und ich bin dankbar für jede Nachricht und vor allem für lebendigeSchilderungen der Tätigkeiten. Ich möchte am liebsten dort bei Euch mit-wühlen, muss es aber auch hier tun, und tue es gerne. Aber nichts ruft einso grosses Gefühl des Heimwehs herauf, als wenn man etwas über die alte undso geliebte Arbeit hört."

Im gleichen Brief, den sie am 17. Januar 1947 an August und Klara Kirsch-mann schrieb, geht sie auch auf einige private Dinge ein:

Paket" Reizend ist Euer' Geständnis', dass Ihr Lottes' beraubt habt. Sie wird si-cher darüber gelacht haben. So faul sie im Schreiben ist, auch uns gegen-über, so gerne gibt sie ab. Else Meerfeld schrieb mir heute:" Lotte lässtüberhaupt nichts von sich hören. Jean wollte sie auf einer Fahrt nach Mülhe-heim besuchen, wollte aber den Tag nach Lottes Freizeit richten. Bis jetztist aber keine Antwort da.'. Das kenne ich aber! Eines Tages platzt siedann mit schlechtem Gewissen und irgend etwas herzlichem Mitgebrachtenherein. Oder wenn man kommt, weiss sie nicht, was sie alles Liebes und Net-tes tun soll. Sie hatte eben als Kind schon ihren' Privatkopp', das ist e-ben meine Lotte. Du siehst, ich werbe richtig für sie, bitte darum, es ihr