Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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Solche Briefe gaben Ma rie die Anregung, von sich aus weitere Schrittezu unternehmen, um zu einer gerechteren Aufschlüsselung zu kommen, wobeisie nicht nur die in den Staaten zuständigen Stellen zu beeinflussen ver-suchte, sondern auch manchen Brief nach Deutschland schrieb, an alle, diein irgend einer Form xxxxxж* am grossen AW- Hilfswerk mitarbeiteten und dieschon an entscheidenden, politisch wichtigen Stellen****** и wirkten, umderen Einfluss mit in die Waagschale zu werfen. Zu diesen gehörte auchLouise Schröder in Berlin , mit der Marie schon sehr bald Fühlung aufgenom-men hatte, und nicht nur aus' beruflichen', mehr noch aus menschkich-freundschaftlichen Gründen. Louise gehörte zum alten Stamm und war mitMarie in besonderer Freundschaft verbunden. Keine vergass den Geburtstagder anderen, auch wenn sich an solche Geburtstagswünsche meist längereberufliche Abhandlungen anschlossen. So schrieb Marie am lo. April 1947

nach Berlin :

" Meine liebe Louise, zuerst meine nachträglichen, herzlichsten Glückwün-sche zu Deinem Geburtstag. 60 Jahre! Man stellt sich nach einem so ausgefülten Leben die Feier des Sechszigsten etwas anders vor. Nicht mitten in sol-cher Nervenqual, wie Ihr sie dort in den harten Wintermonaten habt durch-leben müssen. Lass mich in diesem Zusammenhang darüber schweigen. Nimm vonEmil und mir- aber auch von unserer Hausgenossin Käthe Fey, der Du durchunsere Gespräche auch ein Begriff geworden bist- unsere allerherzlichstenWünsche entgegen. Hier bei uns scheint nun die Sonne, und ich hoffe, sagenzu dürfen, dass auch für Dich und alle Deine Schützlinge die auch Euch wär-menden Sonnenstrahlen das schönste Geschenk sein mögen. Und dass wir weiterwünschen, dass die Folgen dieser Kälteperiode so gering wie überhaupt nurmöglich sein sollen. Wir waren an Deinem Geburtstag in Gedanken bei Dir,wenn ich auch erst heute dazu komme, Dir zu schreiben."

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Der weitere Inhalt des Briefes enthäkt dann eine Fülle von Wünschen überUnterlagen, Material, Berichten, um damit in New York arbeiten zu können:" Ich lasse die Leitung des Berliner AW- Büros bitten, mir nicht böse zusein, dass ich wiede einmal den Weg über Dich gehe. Aber die Sache ist sowichtig, dass man sie doch mit Dir besprechen muss, sodass es schon ausdiesem Grunde wichtig ist, diesmal den Weg so herum zu gehen, obwohl ichmir der Belastung für Dich sehr wohl bewusst bin und auch verstehen kann,dass Deine Mitarbeiter Dich gerne etwas entlasten möchten. Und dass nochein anderer Grund da ist, diesen Weg zu gehen, ist auch klar. Darüber keinWort. Und, bitte, sei mir nicht böse, dass ich so viel verlange."

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In keinem Brief an Louise fehlten auch die herzlichsten Grüsse für Paul Löbe , dem Marie ebenfalls in bester Freundschaft verbunden war.