Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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im Rahmen der offenen Fürsorge handelt und dass an dieser Arbeit alle Ver-bände gleichmässig interessiert und beteiligt sind. Es entspricht einemGrundsatz der Billigkeit und Gerechtigkeit, dass der Arbeiterwohlfahrt,die durch das Naziregime völlig zerschlagen war und die sich heute wiederunter unsäglichen Mühen und Opfern zu einer sehr starken Organisation zu-sammengefunden und entwickelt hat, nicht durch kleinliche Errechnungsme-thoden ihr Aufbau erschwert und damit das begangene Naziunrecht verewigtwird. Wir verlangen darum* und haben es- zumindest in der britischen Zoneimmer durchsetzen können, die völlige Parität. Damit sind nun schon so vielle Präzedenzfälle geschaffen worden, dass wir hoffen, recht bald zu einergenerellen Klärung dieses Grundsatzes zu kommen.

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Am 18. Mai 1947 schrieb Marie an Lotte Lemke auf einem Briefbogen derArbeiter- Wohlfahrt, den sie nur aus informatorischen Gründen benutzte:" Ich gebrauche grundsätzlich sonst mein eigenes Papier, weil ich keine Kon-fusion stiften will. Diesmal tue ich es nur, damit Du an der aufgedrucktenKorrektur siehst, wie die Körperschaft der AW in Wirklichkeit zusammenge-setzt ist. Ich bin nun zum' Präsidenten' aufgerückt, aber es fanden sichnoch mehrere Bogen, die erst aufgebraucht werden müssen."

Wenn Marie geglaubt hatte, dass sich die Arbeit in New York einspielenwürde, dass es zu einer Entlastung kкяяяяя und damit doch zu einem möglichenBesuch in Deutschland kommen könnte, hatte sie sich geirrt. Das Gegenteilwar der Fall, die Arbeit nahm solchen Umfang an, dass sie einfach nichtmehr mitkam. Am 16. Juni macht sie ihrem Herzen in einem Brief an Lotte Lemke Luft:

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" Ich führe eigentlich für mein Alter ein zu geschäftiges- besser: beschäf-tigtes Leben. Es bleiben Briefe liegen, werden nicht beantwortet, undandere, wichtigere, werden nicht geschrieben. Ich will nicht von der Pri-mitivität meiner Arbeitsbedingungen sprechen, das wäre vermessen, denn ichhabe Papier und andere Hilfsmittel, so viel ich bezahlen und verbrauchenkann. Im Gegensatz zu Euch drüben. Aber ich muss alles alleine und selbstschreiben, und wehe mir, wenn ich an einem Tage nicht fertig werde mit dem,was an diesem Tage angefallen ist. Am nächsten Tag liegt dann schon wiederso viel anderes vor, an Schreibarbeiten, Sitzungen, Telephonaten usw. Nichtallein die Zeit fehlt dann, es wird so viel aus dem armen, überlastetenHirn verdrängt, was am Tag vorher schon fest wie ein Felsen dastand undnur getippt zu werden brauchte."

Dass sie es aber dann doch schaffte, ist- wenn xxxx man sich heute alleAkten vornimmt und durchblättert keine übermenschliche Leistung, sondernnoch mehr: ein Wunder. Hätte Marie einen ganz kleinen Büroapparat gehabt,

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eine Sekretärin, der sie hätte diktieren,