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viel Rohbaumwolle und Cellulose bekommen würde, oder z. B. Rohwolle aus Australien, dann wäre das volkswirtschaftlich viel mehr wert als alle Eure Pakete.Und warum? Weil sich dann Eure cents und dollars in viel grössere volkswirt-schaftliche Werte umsetzen lassen würden.- Gerstemier machte dann eine im-provisierte Rechnung auf, wonach sich etwa aus dem Wert von 1000 Arbeitshoser100 000 solcher Hosen ergeben würden, wenn das Evangelische Hilfswerk inDeutschland die Löhne zahlt. Das sei immer noch nicht genug( der Tropfenauf den heissen Stein), aber doch schon fühlbarer im Effekt. Ausserdem gäbees Arbeit und Arbeitslohn im Innern.- Zum Ende stellte ich mich vor und batum eine Unterredung an einem anderen Platz und zu einer Zeit, die er be-stimmen wolle. Er war interessiert, rief mich tatsächlich an und wir plau-derten eine halbe Stunde. Er bestätigte mir mit noch deutlicheren Worten, alser es in der Kirche getan hatte, dass er an eine wirtschaftliche Entwicklungin der Richtung einer Sozialisierung denke, und dass er davon überzeugt sei,dass es so kommen müsse.müsse. Zuvor hatte er sich vergewissert, dass ichnicht die Absicht habe, seine Worte öffentlich zu gebrauchen. Diese Zusagehabe ich gegeben, bitte also auch Dich, Dich danach zu richten. Er sagte aberauch manches Kritische, dass er einmal einen unserer alten Gewerkschaftlergefragt habe, wie er sich zur Sozialisierung stelle, und die Antwort hättegelautet:' Ich bin zufrieden, wenn ich meine Leute bei der Stange halte, die-se Frage werfe ich erst garnicht vor ihnen auf.' Gerstenmaier frante michdann, ob ich nicht meine, dass dies die Umkehrung der Dinge gegen frühersei,- dass er, der evangelische Geistliche, heute der Fortschrittlichere xsei. Er meinte dann noch etwas anderes, was mir sehr interessant war:' WennEure Gewerkschaften überall mit grossem Nachdruck erklären würden, dass dieAW ihre, also der Gewerkschaften Organisation sei, die bestimmte Dinge imAuftrage der Gewerkschaften durchführt,- dass die Gewerkschaften hinter derAW und ihren Zielen stehen, wäre sicher manches besser für die AW.'- Und wei-ter:' Die SPD hätte den besten Mann erwählen und gänzlich freistellen sol-len, um die AW überall zu repräsentieren und um ihre Interessen wahrzunehmen!- Als ich ihm von der Geschäftsführung und ihrer Sachkunde sprach, warf erein:' Ja, sicher, aber man lässt eben diese Geschäftsführung ganz allein,oder stellt ihr höchstens einen vollkommen überlasteten Mann zur Seite.'Ich wurde bei diesem Gespräch lebhaft an die Zeit erinnert, als der Post-dienst kaum oder schlecht funktionierte. Damals habe ich zaghaft versucht,zu informieren. Und nur so, wie sich mir die Digge im Ausland darstellten.Unsere Entwicklung hat einmal unser Denken bestimmt und tut es auch heutenoch. Das heisst: wir haben unsere Lektion gelernt und kommen davon nichtmehr los. Hier ist das Gleiche geschehen, aber die Entwicklung, die Bedin-gungen in diesem Lande, die dieses Denken bestimmten, waren eben anders alsbei uns, und so ist auch das Resultat hier ein anderes.- Aber es ist wohl
kein Wunder, wenn diese Gedanken nicht nur durch dieses Gespräch,
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