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Wir sind nun fest entschlossen, dass dieser Sommer der letzte in diesem Lan-de gewesen ist, und denken, im Frühjahr nächsten Jahres die keise zu machen.Wir planen, dass Marie zuerst fährt und dass Käthe und ich hier liquidierenund nachkommen. Marie hat eine offizielle Einladung von der AW, und ich einevom Innenminister von Nordrhein- Westfalen , meinem Parteifreund Menzel, denich aus sozusagen gemeinsamer Arbeit sehr gut kenne. Nur hatte Menzel dasPermit der britischen Militärregierung vergessen, worum ich jetzt gebetenhabe. Aber bitte: behaltet diese Informationen vorerst ganz für Euch."Da Marie und Käthe in diesen Wochen zu stark beansprucht waren, hatte Emiles übernommen, kurze Informationen nach Deutschland zu schicken, so am 19.September:
" Marie und Käthe sind beide mit den Vorbereitungen zum diesjährigen Wohltä-tigkeitskonzert beschäftigt, bei dem die AW Mitträger ist. Ich kann mir dieFahrt dorthin noch nicht zumuten. Das Konzert wird höchstwahrscheinlich,und leider, nicht den Errtrag bringen wie im vorigen Jahr. Die Kreise, andie man sich für solche Zwecke wenden muss Karten und Spenden, habenmit sich selber zu tun. Aber- hoffentlich!- sehe ich zu schwarz."Emils Vermutungen trafen leider zu. Marie schrieb am 29. September nachHannover :
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" Das Konzert ist vorbei. Es war, wie vorauszusehen, nicht der Erfolg, dochauf die Ursachen komme ich demnächst noch einmal zurück."
Während Marie noch nicht recht wusste, wie es ihr gelingen könnte, die NewYorker Zelte- kurzfristig oder für immerkurzfristig oder für immer- abzubrechen, stellte sich Lotte Lemke nicht nur auf die endliche Rückkehr von Marie ein, sondern spann be-reits Fäden, die sich aus der Lage der AW in Deutschland zwangsläufig erga-ben. Am 16. Oktober macht sie ihrem Herzen Luft:
" Tagesgespräch unter den alten Mitarbeitern der AW ist jetzt der ZeitpunktDeines Eintreffens. Wir alle haben cas Gefühl, dass Du sozusagen schon aufdem Wege bist und leben entspred hend in grosser Erwartung. Du schreibst,dass auch Emil und Käthe für de Rückreise rüsten und zum Frühjahr herkommenwollen. Da Emil auf keinen Fall nach Amerika zurück will, ist bei mir dieHoffnung erwacht, dass auch Du Dich vielleicht entschliessen könntest, ganzhier zu bleiben. Muss ich Dir sagen, dass wir darüber sehr glücklich wären?Görlinger spricht wieder und wieder davon, dass er den Vorsitz demnächstniederlegen müsse, weil es für ihn eine zu grosse Belastung sei, auch nochdieses Amt auszufüllen, da er wegen der anderen Aufgaben, die er bewältigenmuss, restlos überbelastet sei. Es ist erklärlich, dass durch Robert Görlin-gers gelegentliche Äusserungen sich verschiedene ehrgeizige Leute veranlasstsehen, sich den Kopf über die Nachfolge zu zerbrechen. Das wäre ausgestandenund überhaupt kein Problem mehr in dem Augenblick, in dem Du Dich entschlies-