Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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heit, sich über manches klar zu werden. Ich werde auch in diesem Sinne anmeinen Jungen schreiben."

Lotte Lemke hatte sich in den Nachkriegs jahren* x* x* x* x nicht nur wegender gemeinsamen Sache, sondern aus einem starken menschlichen Mitgefühlheraus in Briefen so kameradschaftlich und warm an Marie angeschlossen,dass sie alle Dinge spürte, die zwischen den Zeilen von Maries Briefenmitklangen. Sie ging mit offenem Herzen auf alles ein, aw was Marie guttun konnte. Am 18. November antwortete sie:

und

" Deinen Plan, erst einmal ein paar Tage bei Deinem Sohn mit Dir zusammenschön.zu sein, finde ich xxx. Das lässt sich natürlich einrichten und es wirdgut sein, ohne Ablenkung und Hast über alles zu sprechen. Die Zeit bis zuDeinem Kommen wird nun sehr schnell vergehen, xxxx für Dich wird sie nochmit grossen Strapazen verbunden sein. Aber ich wünsche Dir, dass Du allesgut überstehst. Vor allen Dinge hoffe ich, dass Emil, falls er gleich mit-kommen sollte, bis dahin wieder gesundheitlich hergestellt ist. Ich glaube,es wird keiner unserer' Rückkehrer' mit so viel herzlicher Freude und nurwenige werden mit solchen Hoffnungen erwartet wie Du. Vielleicht hilft die-ser Gedanke Dir über die nächste und nicht ganz leichte Zeit hinweg."

Emil verständigte wenige Tage Später- am 23. November- seine Angehörigenin Idar- Oberstein :

-

" Marie hat für den 6. Januar 1949 einen Schiffsplatz gebucht. Wenn alsobis dahin die Papierangelegenheiten in Washington erledigt sind, werdetIhr sie************ к zu Beginn des neuen Jahres dort begrüssen können. Es iist durchaus möglich, dass der Termin um einige Tage verschoben werdenmuss, denn auch hier, in diesem kяnd im allgemeinen formlosen Land gibt eseine Bürokratie, von den Amerikanern' red tape' genannt, mehr als gut undden Betroffenen lieb sein kann. Haltet bitte die Daumen und vorläufig denSchnabel. Maries Ankunft wird schnell genug bekannt werden. Es liegt ihrgarnicht, wenn zu viel Aufhebens gemacht wird.- Der zweite für uns und Euchwichtige Punkt: Kaethe war gets ren bei der Schiffahrtsagentur und hat fürsich und mich für April gebucht. Aber auch für uns gilt dasselbe wie für Ma-rie: nicht darüber reden.- Der dritte- für mich allein wichtige- Punkt,und haltet Euch fest: Kaethe und ich sind am 16. November beim Standesamtgewesen und haben unserem Bund den Stempel geben lassen. Ihr habt also nunauch offiziell' die Schwägerin' bekommen, und ich weiss, Ihr freut Euch da-rüber und werdet sie in der Sippe der Kirschmänner begeistert begrüssen.Die Meridener, Bruder Robert, die Ida- Tante und die drei Jungens wissen nochnichts von dem Glück. Ich werde ihnen das aber umgehend mitteilen. Wir machtten natürlich garnichts daher. Zeugen waren Marie und ein guter Freund vonuns, Dr. Hans Hirschfeld . Zum Mittagessen war dann noch meine Ärztin, Dr.