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Roehl möchte Dich am liebsten mit seinem kleinen Wägelchen direkt in Bremen abholen und zu Paul kutschieren, aber es ist für ihn eine Benzin- und Kosten-frage. Ich glaube, für Dich ist e bequemer, wenn wir für Deine Abholung undWeiterbeförderung sorgen. Du kannst Dich darauf verlassen, dass wir alles soeinrichten werden, dass Du nicht unnötig Kräfte drangeben musst."
Dieser Brief, der mit Luftpost nach New York ging, wurde von Marie auf demgleichen Wege und postwendend, am 13. Dezember, beantwortet:
" Deine Mitteilungen im letzten Brief freuen mich. Und dass ich mich selbst aufdas Wiedersehen und auf sachliches Arbeiten noch mehr freue, kannst Du mirglauben. Ic stecke noch so tief in allerhand Arbeiten, dass ich kaum zur Be-sinnung komme.
Übrigens im Vertrauen: Emil und Kaethe kommen nun als legales Ehepaar. Ichhabe ein wenig gedrängt, u.a. auch deshalb, weil ich mir von dieser Legali-sierung eine Erleichetrung der ganzen Situation erhoffe. So gerne und selbst-verständlich ich über Tag die Pflege Emils übernahm, so halte ich es dochfür besser und in jeder Beziehung für alle leichter, wenn ich in Deutschland wieder ganz freizügig disponieren kann. Zudem ist Käthe Krankenpflegerin, undwenn wieder einmal etwas eintreten sollte, was eine intensive Pflege notwen-dig macht( aber hoffentlich wird es nicht notwendig sein!), dann soll esselbstverständlich sein, dass sie zur Verfügung steht, während sie ja hierin New York verdienen musste. Ausserdem ist es so, wie es in den ver-gangenen Monaten gewesen ist, auch körperlich für mich zu schwer geworden. Daswird sich nun alles irgendwie regeln."
Neben der weiteren Bearbeitung der AW- Angelegenheiten und neben den Reisevor-bereitungen stahl sich Marie manche späte Abendstunde, um sich wenigstens кbrieflich von vielen Freunden zu verabschieden, die ihr während der USA - Zeitmenschlich und freundschaftlich sehr nahe gekommen waren. So schickte sieam 28. Dezember diesen Abschiedsbrief an Dr. Walter FFriedländer: