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ist, wieder hier, in der Heimat, sein zu können. So geht es Dr. Hertz,Dr. Hans Hirschfeld und einigen anderen Freunden und Bekannten,* x* x* x* x*denen es nicht gelang, in den USA Wurzeln zu schlagen, wie es mit jungenMenschen doch so ganz anders ist.- Es sieht noch nicht sehr hoffnungs-voll aus, im Grossen und Ganzen, hier in Europa . Aber das wissen Sie sogut wie wir anderen. Absolut hoffnungslos ist es nun auch nicht, undwenn kein neuer Krieg über die Menschen kommt, dann werden wir mit Hilfedes generativen,********* politischen und wirtschaftlichen Wachstums end-lich auch die Kluft überbrücken können, die durch den Hitlerismus, denKrieg und alle damit zusammenhängenden Folgen aufgerissen wurde.- Ichbin sehr froh, dass ich noch das Einfühlungsvermögen habe in die völligneue und andersartige Problematik unseres Gesamtlebens, dass ich das allesnicht nur mitfühlen, sondern auch verstehen kam. Ich wünsche mir nur daseine: dass mir diese Kraft bleiben möge, so lange ich atme.- Dass Emil Kirschmann Deutschland nicht mehr wiedersehen konnte, haben Sie ja erfah-ren. Er hatte es sich so dringend gewünscht, dass ich als' Quartiermacher'vorausfahren sollte, es war- hier wie dort- alles fertig, als er plötz-lich starb, und der einzige Trost, den mir einer unserer Arttfreunde gab,war der, dass die Überraschung des sehr plötzlichen Todes ihm nicht zumBewusstsein kommen liess, dass seine grosse Sehnsucht nach Europa undnach der Möglichkeit der Mitgestaltung des Neuen sich nicht mehr erfüll-te."
Für Marie selbst war es ein жякиж* дandas traurig- glückliches Gefühl, dassEmil Kirschmann dann doch in seine Heimat kam. Käthe Kirschmann- Fey hatteim Herbst 1949, als sie aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland xxxxfuhr, die Urne mit der Asche mitgebracht. In einer stillen Trauerfeierim kleinsten Freundeskreis fand Emil auf dem Kölner Südfriedhof in derGrabstätte von Elisabeth Kirschmann- Roehl seine letzte Ruhe. Einige Zeitdanach, als die Schrift für den Grabstein angefertigt werden sollte, sagteMarie zu Fritz Roehl:
" Der Stein ist so schön, und so gross, wir haben alle Platz darauf. Einmalsind wir dann akka wieder zusammen.
Aus allem, was Marie Jд chacz sagt und schreibt, spricht nicht das Ahneneines baldigen Endes, sondern das Wissen um das Altwerden, und das Bedürf-nis, mit den letzten Körperkräften so sparsam wie nur möglich umzugehen.Ihre geistige Bereitschaft und sehr oft auch der Wunsch, die Menschen, dienoch immer mit ihr rechnen, nicht zu enttäuschen, xxx manches Mal ihremachAbsicht, sich endgültig zurückzuziehen, zunichte.+
Obwohl sich schon zu dieser Zeit des öfteren leichte Schmerzen einstellenund sie mehr und mehr ärztliche Hilfe braucht, steht sie zur Verfügung,