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und kurze Postulate für alle schwebenden Fragen, die mit der soziali stischen Bewegung, mit der Partei, den Gewerkschaften,** кx* x* x* ¯¯¯¯¯¯¯¯fxxxx, der innen- und aussenpolitischen Entwicklung, den gegenwärtigenund zukünftigen organisatorischen und strukturellen Möglichkeiten undNotwendigkeiten für das Wohlergehen ihres Lieblingskindes, der Arbeiter-vielewohlfahrt, zusammenhingen. In diesen Stunden wurden in Gedanken munoherkritische Sätze formuliert, de sie später auf mancher Veranstaltung, Kon-ferenz oder internen Zusammenkunft aussprach.
Marie Juchacz empfand diese Düsseldorfer Wochen und Monate als produk-tiv und schöpferisch, und bedauerte es zuerst, wenn sie aus dieser gei-stigen Idylle herausgerissen wurde. Das war aber immer nur ein kurzerAugenblick, dann hatte sie sich auf das, was man von ihr wollte, umge-stellt und war mit ganzem Herzen und mit grösster Aufmerksamkeit dabei.Schlimmer war es, wenn die Beschaulichkeit in der San Remostrasse durchKrankheit unterbrochen wurde. Das war ihr deshalb besonders unangenehm,weil sie dann das Altern spürte, denn so gross auch ihr eigener Willewar, mit der Krankheit fertig zu werden, so wenig machte ihr geschwäch-ter Körper bei diesen Anstrengungen zur Überwindung des Kranks eins mit.Dann gab es Stunden, in denen sie mutlos wurde, das Weiterleben nur nochfür eine Quälerei hielt underlich auf die letzte Abberufung einstell-te. War sie dann frei von Schmerzen, waren diese bitteren Stunden undGedanken weggewischt. Meistens ergab es sich, sobald sie sich wieder er-holt hatte, dass sie zu irgend einer Konferenz im Bundesgebiet fahrenmusste. Das lenkte sie ab, nahm sie in Anspruch, machte sie geistigfrisch, sodass der Aussenstehende zwangsläufig den Eindruck erhaltenmusste, dass Maries Spannkraft unerschütterlich sei. So war es auchOktoberzum Ende des Jahres 1953, als sie nach kurzer Anfälligkeit auf besondereBitte von Louise Schröder zur Reichstagung der Arbeiterwohlfahrt Ende Oktober nach Berlin flog. Das Zusammensein mit alten Freunden, das wiedereinmal von ihr erlebte Schicksal dieser tapferen Stadt und dann das gros-se Gremium der Reichstagung, auf der sie das Wort ergriff, das allesmachte sie stark und gross und liess sie an die Zukunft denken, die ihrselbst ja nichts mehr, der übrigen Welt aber alles zu geben hatte:" Es ist ein sehr schönes, aber auch verpflichtendes Gefühl, gerade hierauf der Reichstagung der Arbeiterwohlfahrt an diesem Platz stehen zu dür-fen, hinüberzuschauen zu einem geknebelten Teil Berlins und des deutschen Volkes, und dabei der Hoffnung Ausdruck zu geben, dass auch wir als Ar-beiterwohlfahrt auf unserem besonderen Sektor das unsrige tun werden, da-mit Berlin und damit Deutschland wieder vereinigt wird und dann nach un