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beruflichen Weg. Aber Einzelheiten aus der privaten Atmosphäre sind mirkaum bekannt. In den fast vierzig Jahren, die ich Marie gekannt habe,hat sie nur ein einziges Mal über ihre Ehe zu mir gesprochen, und wassie mir sagte, war so vertraulich, dass ich das nicht wiedererzählenkann und will. Dasselbe trifft zu auf das Verhältnis, das Marie zu ihrerTochter Lotte und zu ihrem Sohn Paul hatte. Dass sie- wenn sie es auchnicht zu zeigen versuchte- darunter litt, dass ihr sohn Paul, zu demsie ein wärmeres Verhältnis hatte als zur Tochter, in seiner eigenenprivaten Sphäre nicht recht glücklich wurde, kam hier und da zum Durch-bruch, und dem Autor der Biographie wird auch das sicherlich bekanntsein."
Selbstverständlich sind dem Bearbeiter dieser Biographie viele Einzel-heiten bekannt, die nicht nur auf das Verhältnis von Marie zu ihrenFreunden und Mitarbeitern, sondern auch auf xxx die Beziehungen zu ih-ren Kindern ein besonderes Licht werfen. Diese Dinge wurden, so weit siebisher von Wichtigkeit waren, mit der Diskretion gestreift, die dersachlichen Arbeit an diesem Buch zuträglich und der Diskretion, mit derMarie diese Dinge selbst behandelt und erwähnt hätte, nicht abträglichwar. Au serdem spielen viele Einzelheiten, die soer angedeutet wer-nochden sollen, im chronologischen Ablauf der Ereignisse erst sehr vielspäter eine wenn auch nicht ausschlaggebende, so erwähnenswerteRolle.doch S
Als Marie Juchacz emigrierte, blieb ihre Tochter Lotte in Deutschland ,wo sie unmittelbar nach der Machtübernahme Hitlers ihr letates Juris-tenexamen ablegte, und dies vor einer Prüfungskommission, deren Vor-sitzender der später berüchtigte Staatskommissar Freisler war. DassFreisler schon damals die familiäre Herkunft seines Mandanten und danitdie politische Belastung der Mutter kannte, und die methoden der Sippen-haft und sippenbestrafung schon zu Beginn des' Dritten Reichs' als übleGepflogenheiten der Erpressung geübt wurden, bekräftigt nur, dass LotteJuchacz eine gehörige Portion Mut aufbrachte, als sie sich dieser Kom-mi sion stellte. Ausserdem war ihr die nicht sehr dankbare Aufgabe zu-gefallen, das in Berlin- Köpenick vereaist zurückgebliebene und zerstör-te Häuschen zu verkaufen, was nicht ohne Schwierigkeiten möglich warund schliesslich xxEK- wenn auch gegen einen Spottpreis gelang. Fer-ner gab es noch die Wohnung in Köln- Klettenberg , die bis 1933 weiter-bestand und ebenfalls aufgelöst werden musste. Dass Lotte Juchacz mitdiesen Abwicklungsarbeiten in Deutschland alleingelassen wurde, hat sieihrer mutter nie zum Vorwurf gemacht.
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