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aus, Sie wissen esl- Die Washington Terrace( wir wohnen Nr. 18)ist eine kleine Sackgasse, sie geht ab von der W.186th Street. DieHäuser erinnern ein wenig an unsere Klettenberg- Siedlung in Köln ,oder an irgend eine andere kleine Siedlung in Germany. Es sind zweiZimmer und Küche, das zweite Zin er ist sehr klein, die Küche eben-falls. Aber es geht gut, man kann sich helfen. In dem grösseren Zim-mer haben wir noch ein zusätzliches Sofa zum Schlafen, sodass wiruns auch am Tage darin wohlfühlen können, zumal dieses Zimmer einenBlick auf den Harlem River gestattet.
So allmählich komme ich in das Leben der grossen Stadt hinein. Ichmuss die Subway und andere Verkehrslinien kennen lernen, muss mirBuchstabenbezeichnungen( eine grosse Stärke bzw. Schwäche der Ame-rukaner!) einprägen und das ist das Schrecklichste für mein Ge-dächtnis-, muss lernen, das Gedröhne der Subway zu ertragen( es gibtMenschen, die unbeirrt dabei lesen können), und anderes mehr.Sie können mir nachfühlen, wie stark ich den Kontrast zwischen hierund scattergood empfinde. Ich werde wohl etwas müde, das werden an-lere auch, aber ich fühle mich- Dank Dr. Haase recht wohl undbin froh darüber.
Uber Berufsaussichten kann ich noch garnichts erzählen, es ist man-ches in ganz vager, leiser Vorbereitung. Nicht mehr. Ich sehe vieleMenschen und darunter wirkliche Freunde.
Dass ich in Chicago wirkliche Freunde zurückliess, wusste ich genauund war dankbar dafür, dankbar meinem Schicksal, das mich immer undüberall mit wertvol en menschen in Berührung brachte. Aber wie grossdie Kameradschaft und gute Gesinnung dort für mich ist, habe icherst gestern erfahren. Das wird meinen Mut, es aufs Neue mit demha ten Leben aufzunehmen, stärken.
Nach einer Notiz in der Volkszeitung zu urteile muss Dr. Hoebereinen recht guten Vortrag über den Sender gehalten haben. U.a. hater auch aus dem Buch Last Train from Berlin ' zitiert. Ich soll die-ses Buch jetzt geliehen bekommen und freue mich darauf."
Marie war direkt besessen darauf, alles an Literatur zu erhalten,was sich mit den sozialen und politischen Problemen in der ganzenfelt beschäftigte. Da ihre finanziellen Mittel äusserst beschränktwaren der Verdiener in der Familie war ja Emil, der in die Fabrikging, xx und Kaete steckte noch in der Ausbildung als Ki¤¤¤¤Krankenpflegerin-, musste sie sich diese Literatur laufend auslei-hen. Auf der anderen Seite erkannte sie selbst nur zu deutlich das