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über das Thema" Religion und Sozialismus" zu sprechen. Das erste,was Marie nach der Lektüre sagte, war:
" Heiliger Schreck, was nun?"
" Am besten, Du gehst zum Genossen F., und zwar gleich. Er hat jagesagt, dass er vormittags in der I' Vorwärts'- Filiale arbeitet unddass wir ihn dort jederzeit aufsuchen und sprechen können."Der Vorschlag von Elisabeth war gut. Wenige Minuten später war Ma-rie auf dem Weg zur Xa' Vorwärts'- Filiale, xx wo sie auch den Ge-nossen F. antraf.
" Sie wissen selbst ganz genau, dass wir mit unserer Bereitwillig-keit zur Mitarbeit etwas ganz anderes gemeint haben. Ich spreche daauch im Namen meiner Schwester, der Genossin Roehl, die garnichtdaran denkt, mit ihren zwanzig Jahren in öffentlichen Versammlungenzu sprechen."
" Sie und Ihre Schwester haben aber doch gesagt, dass sie zu jederAufbau- und Mitarbeit bereit seien, und dazu gehört auch das Redenin Versammlungen."
" Mag sein, dass das nach Ihrer Meinung dazugehört, aber wir müssendxxxxxf unsere Zusage auf die Ausarbeitung der Programme für Frau-enveranstaltungen und auf die Vorschläge für die Ausgestaltung derAbende beschränken, und sind auch bereit, diese Abende zu leitenund die Diskussionen zu führen."
" Wenn Sie in der Lage sind, diese Dinge zu machen, brauchen Siekeine Hemmungen zu haben, um in einer öffentlichen Versammlung überein klar umrissenes Thema zu sprechen. Sie haben sich doch schon da-mit beschäftigt!?"
" Natürlich habe ich das, und ich habe auch eine klare Einstellungdazu. Aber das reicht noch nicht für eine Versammlung, auch nichtbei meiner Schwester."
" Wir wollen ja garnicht, dass Sie unvorbereitet an dieses Themaherangehen. Selbstverständlich müssen Sie und Ihre Schwester sichnoch einmal damit beschäftigen."
" Ja, sollen denn wir beide an einem Abend reden? In einer Versamm-lung?"
Zwen
" Warum nicht? so wortgewandte Frauen wie Sie xxx könnensich dabet grossartig ergänzen. Irgendwann müssen Sie einmal einenAnfang machen, das wissen Sie selbst."
" Mag schon sein, aber nicht so plötzlich. Immerhin übernehmen wirmit der Bereitschaft, jxxxxxkX** X öffentlich auf einer SPD - Ver-sammlung zu reden, ja auch der Partei gegenüber eine grosse Ver-antwortung, und dazu muss man von sich aus bereit sein, und nicht