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politische Aufgabe und sonst nichts auf der Welt. Jetzt lerntensie Deutschland kennen. Es war eine völlig neue Welt, die sich daauftat. Es gab Städte, die einen mittelalterlichen Schlaf scheinbarnoch nicht überwunden hatten, und in denen uie Probleme genau sounter den Nägeln dxxxxxxxkkxx brannten wie in den Großstädten, esgab Täler, Berge, Seen, und es gab das Meer. Da waren Städte, dienur aus Fabriken zu bestanden, und Fabriken, die zu Städten heran-xxSchönstenwuchsen. Da waren Menschen, die in den hestextes Volkstrach-ten einhergingen und Mitglieder irgend einer Gewerkschaft waren, undgeräusch wollenandere, die in attenden Automobilen vorfuhren und sich wunderten,dass es soziale Probleme gab, von denen sie noch nie etwas gehörthatten. Die Überschneidungen der Verhältnisse und Situationen wa-ren oft so grotesk, dass es beiden Frauen hire tetenbenchundu kaum möglich war, alle Eindrücke zu verar-beiten. Vor Erschöpfung fielen sie in irgend ein Bett, dass eineörtliche Organisation für sie vorbereitet hatte, und waren so über-müdet, dass sie nicht schlafen konnten die Nacht zum Tage machtenum ihre Eindrücke zu kurzen Berichten schriftlich zusammenfassten." Wir lernten Sachsen , Thüringen , das Gebiet um Frankfurt am Main ,Teile von Bayern , кxdxdxxxxxxxkxxx Han burg und das Rheinlandkennen, diesen grossen Bezirk' Obere Rheinprovinz', der von Köln bisSaarbrücken reichte. Daneben mussten wir in unserer Berufsarbeitsehr beweglich sein, mehr, als ich es jemals für möglich gehaltenhätte. Wir fanden auch eine Firma, für die wir musterten, selber dieKleider zuschnitten und fertignkähten. Da konnte dann eine von unsbeiden ruhig einmal Tage oder drei Wochen fortfahren."
Parter
( vierzehn
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Daneben lief die Frauenarbeit in den Kreisen Neukölln und Teltow-Charlottenburg weiter, in einer Zeit, in der es kaum einen Tag ohneStrassendemonstrationen gab.
" Wir demonstrierten gegen die ungerechte Gemeindeordnung, gegen dasäusserst reaktionäre Verhalten des Be liner Polizeigewältigen vonJagow, gegen Zolltarif und Teuerung."
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Am 27. November 1911 n turbulenten Tagen- Elisabeth gerade voneiner Reise zurückgekommen und Ma rie im Begriff, los zufahren, starb.Mutter Henriette Gohlke Mit ihren 65 Jahren hatte sie bis zum letz-ten Augenblick den Haushalt in Neukölln besorgt. Jetzt übernahm Maries Tochter Charlotte, in dritten Ber liner Schuljahr, die Verantwortung für den Haushalt, den BruderPaul und den Cousin Fritz. Die Achtjährige disponierte mit einer
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