Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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144151nahm, vor Fachleute hinzutreten und ihre Meinung zu gegen. Aber ge-rade dadurch überzeugte sie ihre Hörer von der Bedeutung ihrer Worteund der Tatsache, dass die Meinung der Arbeiterbewegung nicht über-gengen werden dürfe.Neires KapitelErich Ollenhauer Hertha Gotthelf- Martha EvaParker-Prochownik- Dorothea Hirschfeld - Louiseschröder2

Um der Arbeit von Marie Juchacz - und auch der Leistung deranderen damals politischöf tätigen Menschen-gerecht zu werden, ge-nügt ein Vergleich nit der heutigen Bandesrepublik. Deut chland istzwar noch inder gespalten in West und Ost, kontinentale Probleme ha-nen sich zu globalen Dimensionen entwickelt, der Erdball ist nachwie vor erschüttert. Aber während heute die Entwicklung der Dinge sicin organischem Fluss befindet, wirtschaftliche und soziale Problemearlamentarisch-demokratischer Basis angegangen und gelöst wer-aufden, herrachte nach 1918 in Deut chland ein Tokuwabohu, das in keineOrdnung zu bringen war. Während die sich in der parlamentarischenKinderheit befindlichen Sozialdenkraten versuchten, die Republik zufestigen, wurden diese Bemühungen ununterbrochen gefährdet und ver-

eitelt. Wühlarbeit von links und rechts unterminierte jeden Versuchder politischen und gesellschaftlichen Ordnung.In unvorstellbarer Kleinarbeit verbrauchten damals viele Menschen ih-re Kräfte. Marie Juchacz und ihre Schwester Elisabeth Rochl gehörtenzu den Unerändlichen, die nicht darauf warteten, dass die Dinge an siebrantraten, sondern versuchten, ihnen entgegen zu geben, um siein die beste Richtung zu lenken. So war Marie Juchacz nicht nur durchihre parlamentarische Arbeit als Mitglied des ersten Reichstags aus-gefüllt, sondern bewältigte die Aufgaben als zentrale Frauensekretärinder ffD, als Vorsitzende der nach der Gründung gewaltig anwachsendenArbeiter-Wohlfahrt, d 1s Rednerin und Schriftstellerin, und als Vor-standsmitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend, der sie viel Zeitwidmete, weil ihr die Sorge um die Jugend vordringlich war. Zu denjungen Menschen, zu denen Marie Juchacz damals engeren und fruchtba-