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ständig xxxx* x* x** Ex für le deutsche Minderheit verschärfte. Derdeutsche Volksrat und Frauenrat bemühte sich um die Beratung und Hilfefür die Abwanderer, und es wurde von ihr erwogen, in wieweit es mög-lich und notwendig war, im Rahmen der Gewerkschaften und der SPD einebesondere Beratung zu organisieren. Marie wollte alles vermeiden, wasparteipolitische Unterschiede verschärfen konnte, und betonte die Not-wendigkeit, mit Politikern wie dem polnischen ReichstagsabgeordnetenKorfanty enge Fühlung zu halten. Marie liess sich von mir regelmässigberichten, wei keine deutschen Abgeordneten, die zu den Linksparteiengehörten, im Reichstagvertreten waren, die aus eigener Brfahrung spre-chen konnten. Sie interessierte sich vor allem für die ausschlaggeben-de Rolle, die der polnische katholische Klerus seit dem Beginn der An-siedelungspolitik der preussischen Regierung in den Ostprovinzen ge-spielt hatte, der während des Krieges offen die Wiederherstellung despolnischen Staates nach dem Kriege verlangte. Sie war beeindruckt durchden nachhaltigen Binfluss, der durch Kirche, Schule und Wohlfahrtspfle-ge auf die Bevölkerung ausgeübt wurde, und erörterte sofort die Ent-wicklungsmöglichkeiten einer Arbeiterwohlfahrt. · Ich lebte damals inPosen und meine Ausweisung war zu erwarten. Sie erfolgte kurz darauf.In den Jahren 1920 bis 1922 nahm ich teil an Besprechungen und Konfe-renzen, die zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und der Arbeiter- Wohl-fahrt in Sachen der Fürsorge für Mutter und Kind stattfanden. Adele Schreiber war damals die Leiterin der Abteilung Mutter und Kind' desRoten Kreuzes . Der damalige Rot- Kreuz- Geschäftsführer, General Draudt,äusserte oft seinen hohen Respekt vor der objektiven, sachlichen Be-handlung aller einschlägigen Fragen. Er hatte im Anfang gefürchtet,dass es zu Zusammenstössen mit der' roten Frau Reichstagsabgeordneten'kommen würde.
In der gleichen Zeit förderte Marie die Tätigkeit des OberschlesischenPressedienstes der Reichsregierung, der von Dr. Adolf Grabowsky geleitetwurde. Sie bemühte sich um eine grosse Kundgebung im Reichstag, bei derFriedrich Ebert sprach. In xatt* x* x* x* яn Gesprächen ging eie oft aufdie weittragenden Folgen ein, die das Abstimmungsergebnis auf das axzIGeschick von tausenden von Familien haben würde.
Nach der Gründung der Reichsarbeitsverwaltung war Marie in steter Füh-lung mit Gertrud Hanna und Franz" pliedt, die die Freien Gewerkschaf-ten der Verwaltung gegenüber vertraten. Zu Marie's grundsätzlichenForderungen, die sie mit Nachdruck vertrat, gehörten ein sehr viel wei-ter vorausschauendes Arbeitsbeschaffungsprogramm, das auch den Frauengrössere und bessere Arbeitsmöglichkeiten verschaffen sollte, vor allemden Frauen von Kriegsbeschädigten, deren finanzielle Lage bedenklich