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beginn ihres Bestehens zu tun. Das bedeutete für die Mitarbeiter derArbeiter- Wohlfahrt zweierlei; es verlangte erstens politische Mitar-beit, Teilnahme an der Gestaltung der sozialen und sozialpolitischenGesetze, durch die die Arbeitsverhältnisse, Arbeitsbedingungen und Le-bensumstände entscheidend beeinflusst werden. Es verlangte zweitensMitarbeit, tagaus, tagein, in unzähligen Gemeinden, in stadt und Land,an der Durchführung der sozialen Gesetze. Denn davon, wie diese Gesetzeund im besonderen Wohlfahrtsgesetze verstanden werden, hängt ja dasWohlergehen der vielen einzelnen, der vielen Familien ab, auf die dieGesetzgebung praktische Anwendung findet.
Notwendigkeiten,
Marie Juchacz erkannte bei der ründung der Arbeiterwohlfahrt, dass er-folgreiche Mitarbeit auf dem" ebiet der Gesetzgebung sowohl, wie auf demder Verwaltung nicht nur bei den ehrenamtlichen, sondern mehr nochbei den in beruflicher Arbeit tätigen Kräften gute allgemeine Kennt-nisse und gute Fachkenntnisse voraussetzt. Deshalb sah Marie Juchacz für die Arbeiter- Wohlfahrt im Rahmen der allgemeinen Ziele und der or-ganisatorischen xxxxxxxx zwei besondere wichtige Aufgaben, un derenErfüllung sie sich mit ungeme ner Energie bemühte. Einmal kam es daraufan, dass die Männer und Frauen, die auf Grund veränderter politischerVerhältnisse nach 1918 zur ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeit inGemeinden und Gemeindeverbänden in der Wohlfahrtsarbeit herangezogenwurden, in der Lage waren, sich sachkundig an der Mitarbeit zu betei-ligen. Diese Linsicht führte in den zwanziger Jahren zur Schaffung vonSchulungskursen für ehrenamtliche Mitarbeiter in allen Teilen Deutsch lands . Wesentlich war, dass die Teilnahme von ehrenamtlichen XxxxxxxxxKräften an diesen Schulungskursen, die häufig acht oder zen Tage dau-erten, sich nicht auf die Menschen in Großstadtgemeinden beschränkte,sondern sehr planmässig und überlegt die ehrenamtlichen Helfer auskleinen Gemeinden und Landkreisen heranzog. Die Bereitschaft zu lernen,die innere Anteilnahme jedes einzelnen dieser Männer und Frauen meistwaren es Gruppen von etwa dreissig Teilnehmern, von denen viele langearbeitslos gewesen waren- gab diesen Kursen ein ungewöhnliches Geprä-ge. Unter den Leitern und Lehrkräften waren höhere Verwaltungsbeamte,Lehrkräfte von Schulen u.a. Die Lebenserfahrung der Teilnehmer ermög-lichte es, für schwierige gesetzliche und Verwaltungs- Probleme Ver-ständnis zu schaffen, selbst da, wo die allgemeine Schulung auf Grundwirtschaftlicher und sozialer Umstände sear begrenzt war.Die zweite* x* x** Aufgabe, die Marie Juchacz im Rahmen der Schulungs-arbeit der Arbeiter- Wohlfahrt sah, betand darin, Frauen und Männer ausallen Kreisen der arbeitenden Bevölkerung für vollberufliche Mitarbeitin Jugend- Wohlfahrts- und Ges indheitsämtern vorzubereiten. Dazu war