Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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cher Gründlichkeit durcharbeiten. Viele Hilfskräfte standen ihr beiihrer Arbeit nicht zur Verfügung. Der Raum in der Lindenstrasse 3im Hause des" Vorwärts" war knapp, der Arbeitsanfall wurde immergrösser. Das Jahr 1926 brachte Höhepunkte und Veränderungen:" Naturgemäss hat eine junge, rasch aufstrebende Organisation in einerZeit allgemeiner Krisen vor allem auch mit wirtschaftlichen Schwierig-keiten zu*** жяяи гingen, deren Überwindung einen besonders starkenAufwand an Arbeitsenergie und Dis ositionsvermögen erfordert. Die Ge-schäftsstelle musste die sich im Jahre 1926 steigernde Arbeitsfüllemit einem Mindestmaß von Arbeitskräften und technischen Hilfsmittelnbewältigen. Die knappen Verwaltungsmittel bedingten eine starke Be-anspruchung der Arbeitskräfte und eine aussergewöhnliche Inanspruch-nahme des ehrenamtlichen Mitarbeiterkreises.

Die rapide Steigerung des Geschäftsverkehrs mit den Organisationen derArbeiter- Wohlfahrt im Reich, mit den Behörden, den befreundeten odernahestehenden Organisationen und Einzelpersonen dokumentierte sich ineinem Anschwellen des tählichen Postein- und-ausgangs. Mit fünf tech-nischen Arbeitskrärten wurde die ungemein vielseitige und umfangreicheArbeit, die durch die Einrichtung unseres Schwarzwalheims' Ludwig XxxxFrank', durch die Vorbereitung für die Jenaer bevölkerungspolitischeTagung und durch die Herausgabe unserer Zeitschrift' Arbeiterwohlfahrtim Jahre 1926 eine besondere Belastung erfuhr, geleistet. Ausserdemwurden auch die einleitenden Arbeiten für die Zentralwarenlotterie,zu deren Durchführung später eine eigene Lotterieabteilung eingerich-tet wurde, erledigt. Durch die Arbeitsvermehrung und das dadurch an-gewachsene Material waren schliesslich die Büroräume in der Linden-strasse nicht mehr ausreichend. Demzufolge wurde eine Verlegung derGeschäftsstelle nach dem Belle Alliance- Platz 8 notwendig, wo anstattder drei Räume jetzt fünf zur Verfügung standen. Unsere Fachzeit­ schrift Arbeiterwohlfahrt', die erstmalig zum 1. Oktober 1926 mit ei-ner Auflage von 10 000 Exemplaren erschien und rasch eine weit überunseren mitarbeiterkreis hinausgehende Beachtung fand, liess denPlan der Einrichtung einer Sichtkartei, die leichzeitig dem Versand,der Abrechnung und Werbung dient, entstehen. Die Redaktion der Zeit-schrift übernahm Hedwig Wachenheim ." Nenes Rapitel[ Zuttanze inBerlin- Köpenick ][ Bei der Inangriffnahme/ grösserer Probleme sprach Marie nach wie vor

zuerst mit ihrer Schwester Elisabeth und natürlich auch mit ihremMann, Emil Kirschmann . In beiden Menschen hatte sie kritische, abergute Berater. Es war nicht so, dass Marie alleine keine Entscheidun-gen treffen wollte. Sie war manches Mal in ihrem Leben, wo niemandihr zur Seite stand, dazu gezwungen, aжжк und was sie entschied, hatte