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sollen.
Nach dieser Diskussionsrede erhielt Marie einen Briefvon dem Leiter eines" Zahlabends"-so wurden die kleinen Versamm-lungen genannt, in denen die Berliner ihre Parteibeträge bezahlten-der Marie bat, auf einem Parteiabend über Religion und Sozialismuszu sprechen. Vorher sollte sie ihn besuchen, um die Sache zuberaten. Marie wollte nicht hingehen, aber Elisabeth drängte undso überwand sie ihr inneres Widerstreben." Sie können sich klargenomeausdrücken, und das brauchen wir", erklärte ihr der etter. DieSchwestern sprachen dann beide, jede eine halbe Stunde, über dasvorgeschlagene Thema. Marie war halb krank vor Lampenfieber.
Bald darauf bekam Marie einen Sitz im Vorstand des Neuköllner Ortsvereins der Partei angeboten. Zusammen mit Gertrud Scholz, derFrau des Vorsitzenden, sollte sie die sozialdemokratische Frauen-bewegung organisieren.
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Neben den vierwöchentlich stattfindenden Frauenabenden richteteMarie eine Arbeitsgemeinschaft für die geistig regsamsten FrauenNeuköllns ein. Dort lasen sie das Erfurter Programm mit den Kauts-kuchen Erläuterungen. Marie selbst nahm auch an Bildungskursender Partei teil und lernte dort manche Parteigröße kennen. EinJahr später wurde sie in den Vorstand des Wahlkreises Teltow- BeeskowStorkow- Beeskow- Charlottenburg gewählt. Ihre Aufgabe war nun nichtmehr nur die unmittelbare Arbeit im eigenen Ortsverein, sonderndie Kontakthaltung mit den weiblichen Funktionären aller zum Wahl-kreisverein gehörenden Ortsvereine. Nun war sie schon ein wichtigeGlied im großen Organismus der Partei.
Als Marie einen Genossen fragte, warum man ausgerechnet siein den Wahlkreisvorstand gewählt hatte, erwiderte er:" Weil Du Dichnicht in die Privatangelegenheiten anderer einmischst".
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In der Tat: Maries Zurückhaltung und Diskretion waren eingroßer Vorzug für ihre künftige Arbeit. Das" Privatleben"maufgefordeninteressierte sie nicht. Sie scheute davor zurück, sich in diepersönlichen Angelegenheiten anderer einzumischen. Der Vornehm-eine natürliche Würde des Auftretensheit ihres Wesens entsprach die Distanz in persönlichen Umgang, diekeine allzu große Vertraulichkeit aufkommen ließ. Marie, die durchaus empfand, daß ihr Weg in Beruf und Partei aufwärts führte,
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