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schlossen waren, die Kölner Frauen auf, sich für die Kriegs-arbeit zur Verfügung zu stellen.
Auch die Frauen des Stadtverbandes hatten kein Wahlrecht. Sieforderten, genau wie die sozialdemokratischen Frauen, die Er-nennung von Frauen zu Mitgliedern der städtischen Deputationen,der Armenkommission und des Gemeindewaisenrats sowie zu besoldetenÄmtern in Staat und Gemeinde. Die bürgerlichen Frauenverbändehatten dem Staat Frauenbildung und Frauenstudium abgerungen; siehatten private Wohlfahrtsvereine aufgebaut, die eine ernstere,nachhaltigere Fürsorge versuchten, als die alten Wohltätigkeits-vereine. Sie waren ein die bestehende Gesellschaft kritisierendesund bewegendes Element. Aber wie die bürgerliche Gesellschaftim ganzen, fürchteten auch sie die totale Neuordnung, die dieSozialdemokratie anstrebte. Aus diesem Grunde wollten sie nichtmit den sozialdemokratischen Frauen zusammenarbeiten. Hätten siees getan, würde die übrige bürgerliche Gesellschaft sie für nochgefährlicher gehalten haben, als sie ohnhhin schon erschienen.Das wollten diese Frauen vermeiden. Bisher hatte auch die Sozial-demokratie gar nicht mit ihnen arbeiten wollen. Marie hatte es nieversucht. Sie empfand, wie die gesamte Arbeiterschaft, Bitter-keit darüber, dass die bürgerliche Gesellschaft dem Proletariat,als es zu Klassen- und Selbstbewusstsein erwachte, grundlegendeÄnderungen verweigert hatte, so dass es gezwungen war, derbürgerlichen Gesellschaft seine Rechte im Kampf abzuringen.Bin tiefer Graben trennte die beiden Klassen. Er trennte auchdie beiden Frauengruppen, trotz mancher gemeinsamer Forderungenwie Frauenstimmrecht und Verbesserung des Arbeiterschutzes.Nur ganz selten war es bisher zu gemeinsamer Arbeit gekommen.
die nach dem
Mach
Als Marie Juchacz den Aufruf des Kölner Frauenstadtverbandeslas, fühlte sie, dass sie es nicht zulassen durfte, dass dieseFrauen allein ihre Stimmen zur Verbesserung der Kriegswohlfahrts-pflege und Kriegsernährung erhoben. Die Mitarbeit derSozialistinnen musste gesichert werden. Sie meldete sich beimStadtverband an. Die männlichen Genossen teilten Maries Gedanken.Da die Sozialdemokratie mit der Kriegskreditbewilligung ihrennationalen Standort deutlich gemacht hatte, stimmte der Frauen-stadtverband der Zusammenarbeit, die Marie vorschlug, zu.Die Nationale Frauengemeinschaft für Köln wurde gegründet. Dem