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zu ernähren, war in jener Zeit nicht leicht. Die Lebens-mittelnot war groß, und die Kinder waren stets in Versuchung,Essbares mitzunehmen, wo immer sie es unbeaufsichtigt fanden.Das war weder ihrer Konzentration auf die Schulaufgaben nochder Entwicklung ihrer Begriffe von" Mein und Dein" förder-lich. So waren die beiden Mutter, wie alle anderen, immer inSorge um die Kinder, die unter dem Mangel an ordentlicherErnährung und warmer Kleidung ihrer Gesundheit und ihremWachstum bedroht waren. Marie nahm aber doch ElisabethsAngebot dankbar an und ging am ersten Januar 1917 nach Berlin .Die Arbeit unter den Kriegsverhältnissen war hart. Es warsogar schwierig, Erlaubnis für die Abhaltung von Versammlungenzu bekommen. Ihre Reisen trugen Marie nun in viele Gebietedes Reiches, in denen sie noch nie gewesen war. Der Zugver-kehr war eingeschränkt, die Wagen schlecht geheizt, wo warendie Reisen sehr beschwerlich. Gleich im ersten Winter fuhrsie nach Ostpreussen , das sie bis dahin nicht kannte. InKönigsberg und anderen Städten versuchte sie, das von derUnabhängigen Sozialdemokratischen Partei eroberte Terrainzurückzugewinnen und die Frauen in der Provinz zu organisie-ren. Diese Arbeit war nicht weniger beschwerlich als einstin der Bifel. Ein Teil der ostpreussischen Bevölkerung hattegleich zu Anfang des Krieges eine Schlacht erlebt und bejahtedeshalb die Verteidigungs- politik der Mehrheitspartei. Dortgab es keine unabhängige Sozialdemokratie und keine Opposition.Aber für die Frauenagitation war das flache Land ein unbe-ackertes Feld, zum ersten Mal eine Frau in Versammlungenauftrag.
in dem
Im stets radikalen Berlin , wo die meisten Frauen zur Unab-hängigen Sozialdemokratischen Partei gegangen waren- inMaries altem Wohnsitz Schöneberg zum Beispiel alle bis aufFrau Bäumler und zwei andere Genossinnen- mußte dieFrauenbewegung neu aufgebaut werden. Ebert bat Elfriede Ryneck , Marie dabei zu helfen.
Ryneck
Elfriede war ein Kind der Berliner Arbeiterbewegung, der
schon ihre Mutter ihre Lebensarbeit gewidmet hatte. Elfriede war Maries Nachfolgerin im Vorstand des WahlkreisesTeltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Sie kannte vieleBerliner Genossinnen persönlich und wußte genau, wer diePartei verlassen hatte, um zu den Unabhängigen zu gehen, oder