Akte 
Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
Entstehung
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Sozialhygieniker Dr. Julius Moses und Anna Nemitz , MdR und Mitglieddes Parteivorstandes hinzu.

Inzwischen bildeten sich überall im Reich Bezirksausschüsse, diegeographisch den Parteibezirken entsprachen, und viele Ortsausschüsse.Sie übernahmen die Organisationsform des Hauptausschusses.

Ein Beirat wurde geschaffen. Ihm gehörten vor allen Dingen Ver-treter der Bezirke an, teils waren es die Bezirks- Parteisekretäre,teils die weiblichen, in manchen Bezirken auch die männlichen Ab-geordneten. Neben diesen Organisationsvertretern saßen Sachverständigeder Wohlfahrtspflege und der großen befreundeten Organisationen imBeirat. Unter ihnen Peter Grassmann, der zweite Vorsitzende des All­ gemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes , Paul Hirsch , der erfahreneKommunalpolitiker, Dorothea Hirschfeld , Albert Cohen , der Leiterder Berliner Ortkrankenkasse, Christoph Pfänder von Reichsbund derKriegsbeschädigten, Dr. Grotjahn, der große Sozialhygieniker, Staats-sekretär Heinrich Schulz , Stadtmedizinalrat Silberstein aus Neukölln ,die Berliner Stadträtin Klara Weyl , Frau Siddy Wronsky vom Berliner Archiv für Wohlfahrtspflege und Stadtrat Wutzky, Berlin .

Im März 1920 veröffentlichte der Hauptausschuß die" ersten vor-läufigen Richtlinien" für seine Arbeit und die Arbeit der Bezirks-und Ortsausschüsse. Sie sahen eine Durchdringung der Wohlfahrts-gesetzgebung und-verwaltung mit dem Geist der Arbeiterwohlfahrtvor, sei es durch theoretische oder durch praktische Arbeit. EigeneEinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt erwähnten sie nicht. Die Mit-gründer der Arbeiterwohlfahrt dachten im wesentlichen an eine wohl-fahrtspolitische Organisation und hielten die eigenen Einrichtungen,die existierten, für eine vorübergehende Noterscheinung. Marie warmit dieser Tendenz nicht ganz einverstanden. Sie wollte im Partei-interesse Konflikte mit den örtlichen Organisationen vermeiden unddiese gewähren lassen, wenn sie sich eigene Wohlfahrtseinrichtungenschufen. Darüber hinaus hielt sie diese Initiative für ein gutesMittel zu staatsbürgerlicher Erziehung. Einen einheitlichen Geistwollte sie aber nach wie vor durchsetzne.

Über die Gründung der Arbeiterwohlfahrt schrieb sie Anfang 1920in dem Organ" Soziale Praxis":