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Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
Entstehung
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Diese Entwicklung vollzog sich vielfach im Widerstand gegen HemmnisseHnd Erschwernisse, die von außen kamen. So war es notwendig, in Preu-Ben einen Angriff abzuwehren, der darauf abzielte, die Arbeiterwohl-fahrt als" bekenntnisfeindliche" Organisation abzustempeln und sievon der Mitwirkung im Vormundschaftswesen, bei Pflegschaften undSchutzaufsichten ausschließlich auf Dissidenten zu beschränken.Wenn auch der damalige Preußische Minister für Volkswohlfahrt, Hirt­ siefer , ein Zentrumsmann, der dem Caritasverband nahe stand, einenvermittelnden Standpunkt einnahm, so mußte die Arbeiterwohlfahrt dochan vielen Orten, vor allem im vorwiegend katholischen Rheinland, unab-lässig um ihre gleichberechtigte Mitarbeit in der Jugendwohlfahrts-pflege kämpfen.

Auf der Reichskonferenz im Mai 1927 waren diese Auseinandersetzungender Anlaß zu einem Grundsatzreferat, in dem der damalige Kieler Ober-bürgermeister Dr. Hermann Heimerich sich mit dem Problem Religion undSozialismus Kirche und Sozialismus auseinandersetzte. Die prakti-sche Schlußfolgerungen aus diesem" eferat zog Marie Juchacz , in demsie sagte:

" Aber wie auch im Augenblick der Kampf steht, soviel wissenwir aohl alle, daß es nicht möglich ist, Menschen, die кäйvon sozialistischem Willen erfüllt sind, auf die Dauer zurück-zudrängen. Das ist bei einer Organisation, die von der gesam-ten organisierten Arbeiterschaft moralisch getragen wird,nicht denkbar."