Akte 
Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
Entstehung
Keine Angabe
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Strafvollzugs, wenn nicht der Sinn der Strafe. Die soziale Fürsorge müsseschon in der Anstalt einsetzen und dann zur nachgehenden Fürsorge ausge-baut werden; sie müsse Aufgabe der Kommunen sein. Krebs kam auch auf diesoziale Gerichtshilfe zu sprechen, die damals erst im Entstehen war.Auch sie solle Aufgabe der öffentlichen Selbstverwaltung sein und nichtden Gerichten übertragen werden.

Die Kellinghusener Diskussion zeigte die Bereitwilligkeit der Arbeiter-wohlfahrt, auf die Einrichtung der sozialen Gerichtshilfe bei den Für❤sorgebehörden Einfluß zu nehmen und sich an der Arbeit praktisch zu be-teiligen.

Der zweite Tag war der Durchführung des Reichsgesetzes zur Bekämpfungder Geschlechtskrankheiten gewidmet.

Dr. Kantorowicz vom Kieler Jugendamt sprach am dritten Tag über dienachgehende Fürsorge für entlassenen Fürsorgezöglinge und über denWert ehrenamtlicher Arbeit auf diesem Gebiet. Die Diskussion ging aufdie Mitwirkung gesunder Jugend bei Freizeitbeschäftigung in Erziehungs-heimen ein und die Beurlaubung von Heiminsassen zur Beteiligung anBildungsbestrebungen, Sport, Spiel und Ausflügen der Arbeiterjugendund anderer Jugendgruppen, ein. Dr. Rudolf Schlosser, der inzwischenLeiter des Erziehungsheims Wakenitzhof bei Lübeck geworden war, kamvon dort herüber und griff in die Diskussion ein.

Die restlichen Tage der Woche waren der Besichtigung von Heimen undEinrichtungen und der Besprechung der praktischen Tätigkeiten der Ar-beiterwohlfahrt gewidmet. Käthe Buchrucker, die damalige Geschäfts-führerin des Hauptausschusses, gab einen Überblick über die Heime desdenen esHauptausschusses und ihrer Funktion, neben der Erfüllung ihrer fach-lichen Aufgaben, junge Menschen auf einen sozialen Beruf vorzubereiten.Sie

obliegt

weiter

Baneben konnte sie berichten, daß auf dem" Immenhof" eine AbteilungMadchen für schulentlassene berufsunreife Mensehen errichtet worden war, diesei.unter ärztlicher Überwachung durch individuell dosierte praktischeArbeit und durch theoretischen Unterricht zur körperlichen und geisti-gen Berufsreife geführt werden sollen.

Außerdem gab die

einen Überblick über den

Die Geschäftsführerin gab auch ein gutes Bild vom" Jahreskreislaufder Nähstuben". Säuglingskörbe und Wäscheausstattungen wurden herge-stellt und ausgeliehen und auch verschiedentlich auf Bestellung von