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Sie tat es aber auch, um es den Schülern zu ermöglichen,unbelastet von Wohnungssorgen, Hausarbeit und den Zerstreuun-gen der Großstadt leben, sich ganz ihrer Berufsausbildung unddem daneben oft notwendigen Gelderwerb widmen zu können.Solche Wohnheime waren damals auch den Universitäten fremd.Hedwig Wachenheim widersprach. Sie wollte, daß die Schülerein normales Leben führten und sich um die Regelung der Debens-notwendigkeiten selbst kümmerten. Sie war gegen die Isolierungder Schüler vom Leben der sozialen Schicht, mit der sie lebenvermochta ruseund für die sie einmal arbeiten sollten. Marie, wiefehlte der Sinn für solche theoretischen Bedenken Die Schülersolltes es so gut wie möglich haben, sich während ihrerAusbildungszeit ganz auf das Erwerben des notwendigen Wissensund Könnens einstellen. Mit der Zustimmung des Arbeitsaus-schusses betraute sie Elisabeth Kirschmann und die Anstalts-kommission mit der Einrichtung des Wohnheims.
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Marta Schanzenbach ( damals Martha Lehmann), die heute Mitglieddes Bundestages und eine der Vorsitzenden des Hauptausschussesder Arbeiterwohlfahrt ist, besuchte von 1929 bis 1931 dieWohlfahrtsschule der Arbeiterwohlfahrt und wohnte im Schüler-internat. Sie hat in einem Rückblick über ihre Ausbildungszeit,den sie für das Jahrbuch der Arbeiterwohlfahrt von 1931schrieb, das Wohnheim als eine der wertvollsten Einrichtungenbezeichnet, weil es, zusammen mit den Stipendien, den Schülerndie Existenzsorgen ahnahm und ihnen die Gelegenheit gab, außer-dem sich glindlich über die Schule auszusprechen und dadurchin den Schülerversammlungen dann wohl durchdachte Vorschlügefür die Entwicklung der Schule zu machen.
Nun, da die Arbeiterwohlfahrt ihre Forderungen zur Berufsaus-bildung auf ihre praktische Erfahrung grunden konnte, berifeMarie Juchacz eine Tagung unter dem Titel" Ausbildung" aufEnde März 1929 nach Frankfurt am Main ein. 500 Delegiertenahmen teil. Die Konferenz sollte die Ausbildungsfragen inner-halb der Arbeiterwohlfahrt klären, gleichzeitig aber auchder Öffentlichkeit die Haltung der Arbeiterwohlfahrt zu denAusbildungsfragen darlegen.
Marie Juchacz erklärte in ihren einleitenden Worten dieBedeutung, die die soziale Berufsausbildung für die Arbeiter-wohlfahrt hat, mit deren Haltung zum Staat.
Sie sagte stolz: