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Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
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zum Kampf." Es ging zum Kampf, und es war gute Politik, ihn" frisch-fröhlich" zu NEEк nennen. Er war es trotzdem nicht. Die Umständewaren zu deprimierend

Während der Internationalen Konferenz für Sozialarbeit, dieim Juli 1932 in Frankfurt a. Main tagte, veranstaltete die Inter-nationale Arbeiterwohlfahrt eine Kundgebung. Für Marie Juchacz ,die sich mitten im Wahlkampf nicht frei machen konnte, sprachLouise Schroeder mit Leidenschaft über den Kampf der Arbeiterwohl-fahrt gegen den Abbau der Sozialpolitik. Neben ihr sprachen derSekretär der Wiener Arbeiterkammer , Rager, Yvonne Vernheim ausParis , Schäfer aus der Tschechoslowakei , Senator Janniaux, Präsi-dent der Internationale der Krankenkassenverbände, Brüssel, undDr. Emma Steiger, Zürich . Letztere mahnte:" Erhaltet die Demokra-tie; der demokratische Staat ist die Vorbedingung für den sozialenStaat".

Die Reichstagswahlen vom 31. Juli brachten den Nationalso-zialisten 230 Sitze( gegen 107 vorher). Es wurde weiter mit Not-verordnungen regiert; sie griffen nicht nur die Höhe der sozialenLeistungen, sondern auch die Grundprinzipien der seit 1918 ge-schaffenen sozialen Ordnung an.

Nun fühlte der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund , daß ermehr tun müsse als bisher, um die Jugend in den Reihen der Arbei-terbewegung zu halten, verlorene Jugend zurückzubringen und Schul-entlassene zu gewinnen. Er gründete den" Sozialen Dienst"(" Sozia-ler Dienst Hilfswerk für die erwerbslose Jugend"). In ihm warenneben dem ADGB der" Allgemeine Freie Angestelltenbund", der" Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit", die" Zentralkommissionfür Sport und Körperpflege", das" Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold" unddie" Arbeiterwohlfahrt" vertreten. Der Allgemeine Deutsche Ge­ werkschaftsbund wollte mit dieser Gründung arbeitslose und schul-entlassene Jugend systematischer Arbeitsschulung in eigenen Ein-richtungen der Arbeiterbewegung zuführen; im Rahmen" kollektiverSelbsthilfe" sollten auch Gegenstände des täglichen Bedarfs fürArbeitslose durch Arbeitslose hergestellt werden. Damit gab derAGB sein Prinzip, daß nur zusätzliche Arbeit in solchen Unter-nehmungen zulässig sein sollte, unter dem Druck der Not auf.

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Die Arbeiterwohlfahrt errichtete im Rahmen ihrer Solidari-tätshilfe des Winters 1932/33 Werkstätten, in denen arbeitsloseJugendliche Gebrauchsgegenstände für Arbeitslose herstellten undReparationяяuгеn an Schuhen und Kleidung vornahmen

Im September hatte v. Papen den Reichstag wieder aufgelöst.