Akte 
Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
Entstehung
Keine Angabe
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Die ersten Frankreichflüchtlinge kamen im Herbst 1940 in New York an. Damals stand den Flüchtlingen die spanische Grenze noch offen undeinigermaßen erträgliche Schiffe brachten sie von Lissabon direkt nachNew York .

Marie Juchacz und Emil Kirschmann lehnten es ab, Frankreich jetztschon zu verlassen. Hier waren sie dem großen Weltereignis noch kör-perlich nahe, konnten sie hoffen, nach der Befreiung Deutschlands schnell zurückkehren und die unternrochene Tätigkeit wieder aufnehmen

zu können.

Schließlich aber drohte die Gefahr, dass die Nazis auch das nochunbesetzte Frankreich überschwemmen würden. Einmal schon hatte sichMarie aus Angst vor dieser Gefahr mit einer KeXxen kleinen Emigrantengruppe wochenlang in den Pyrenäen verborgen gehalten, wo sie sich nurmühsam ernähren konnten. Im Frühjahr 1941 erhielten sie und Käthe Feyauf ihr Bitten das Ausreise visum von der französischen Regierung inVichy . Sie verließen Frankreich von Marseille auf einem französischen Schiff, das sie auf die französische Antilleninsel Martinique brachteEmil Kirschmann erhielt kein Ausreisevisum. Ein französischer Oberstbrachte ihn heimlich auf ein Schiff, das nach jurzem Aufenthalt inCasablanca nach Martinique fuhr, wo Marie und Käthe Fey ihn erwarteterAm 29. Mai 1941 trafen die drei in New York ein. Marie war nun 62 Jahre alt.