Akte 
Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
Entstehung
Keine Angabe
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Anträge und eise vorbereitungen für Marie." Nach jeder bösen Nachtist sie der gute Tag", schrieb Marie.

Am Tage ihrer Ankunft in Scattergood schrieb Marie anEmil Kirschmann :

" Nun bin ich an Ort und Stelle. Es hat alles geklappt. DerWagen, in dem ich fuhr, war fast leer, er war für" ladies"reserviert.... Ich blieb in Chicago und sprach dort außerWalter Friedländer und seiner Frau, bei denen ich wohnte,Louise Morgenstern, jetzt Oppenheimer, die bis 1939 noch inDüsseldorf war und oft mit Lotte( Maries Tochter) zusammengewesen ist. Dann Dr. Erna Magnus, Hanna Hellinger, MarthaEva Parker( früher Prochownik), Felix Kautsky Hier wur-de ich erwartet und habe schon an einer Abendmahlzeit teil-genommen. Das Heim ist praktisch, einfach und sauber, dererste Eindruck sehr sympathisch. Ich teile das Zimmer miteiner Frau Hackel...

Von ihrer Lebensweise berichtete sie an Emil Kirschmann :

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" Um 7 stehe ich auf. Nach dem Frühstück Bett machen, meeting, dishes washing( Geschirrspülen), Staub in uneren Zimmernwischen. Von 9- 12 Grammatik gearbeitet und alex gelesen.12:15 Badezimmer geputzt.( Beide Dinge Geschirrspülenund Bad sind mein Wochendienst). Dann zum Essen fertig ma-chen. 12:30 lunch. Von 13- 14 hatte ich meine Stunde beiBob. Danach habe ich für die phonetic- Stunde gearbeitet,von 3 bis viertel nach 4 war phonetic - Unterricht bei einemanderen Lehrer in Scattergood( wir hennen ihn Jean). Dannhabe ich mir aus der Küche Kaffee geholt und bin dann 20Minuten die Landstraße entlang gelaufem. Um 5 gab Bob eineStunde: American History. Er hat mir erlaubt, daran teil-zunehmen, weil ich ihm sagte, daß ich nicht genügend gut,deutlich und langsam sprechen höre. Und jetzt läutet eszum dinner. Nach dem Essen: Ein Vortrag über Bankwesen inAmerika . Während des Vortrages werde ich stricken.