Akte 
Manuskript "Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt"
Entstehung
Keine Angabe
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-160-den früheren Redakteur des" Vorwärts" und Mitglied des sozialdemokratischerParteivorstandes, der seit seiner Ankunft in New York , 1940, der GermanLabour Delegation angehörte:

" Ich lege absolut keinen Wert darauf, politisch hervorzutreten.Neben einer gewissen persönlichen Verbitterung, die Ihnen inihren Ursachen nicht ganz fremd sein sollte, sind es nur mitmeiner Person zusammenhängende Gründe, die micht veranlassten,von der aktiven politischen Teilnahme abzusehen. Das mag manvielleicht nicht verstehen, aber ich glaube beanspruchen zukönnen, dass man es respektiert. Etwas anderes ist es mit derHilfstätigkeit für Deutschland . Dafür habe ich den Rest meinerKraft aufgespart, und dafür will ich sie verwenden trotz allem,was dazwischen liegt."

Stampfer brach den Bann. Man nahm sie auf. Nun sah sie ihren Weg vorsich. Sie arbeitete zäh. Sie spornte den Willen der deutschenOrganisation zur Hilfe an. Briefe, wie der an Louise Morgenstern, indem sie bat, dass Louise in ihrem Bekanntenkreis für die in Frankreich zurückgebliebenen deutschen Flüchtlinge sammele, sandte sie nun auchan viele andere Freunde und Bekannte mit der Bitte, für die Opfer desNationalsozialismus in Deutschland Geld einzusenden. Durch eine ausge-dehnte Korrespondenz mit deutschen Freunden, deren Adressen sie all-mählich erfuhr, erweiterte sie ihre Kenntnis der besonderen Bedürfnissein Deutschland und der Plätze, dort, an denen besondere Nöte auf-tauchten, und der Stellen, an die Sendungen erfolgen konnten.

Dann hörte sie, daß hier und dort in Deutschland die Arbei-terwohlfahrt neu erstand. Hedwig Wachenheim , die Ende des Winters1945/46 von der amerikanischen Armee nach Deutschland geschickt wor-den war, um in der Wohlfahrtsabteilung der Militärregierung vonWürttemberg- Baden zu arbeiten, berichtete, daß sie dort eine wohl-organisierte und rührige Arbeiterwohlfahrt vorgefunden habe. InAmerika bekamen noch vor dem Sommer 1946 einige Organisationen, dieenge Beziehungen zu deutschen Organisationen hatten, die Erlaubnis,für Hilfe in Deutschland zu sammeln und Spenden dort zu verteilen.Zu diesen Organisationen gehörten u.a. die Labour League for HumanRights, die von dem amerikanischen Gewerkschaftsbund gegründet warHe in Deutschland Gewerkschaftlern mit amerikanischen Lebensmittelnund Kleidung zu unterstützen, ferner das Rote reuz und die Wohlfahrtorganisationen der christlichen Kirchen, aber auch einige nicht andeutsche Organisationen gebundene Komitees. Die" Arbeiterwohlfahrt USAHilfe für die Opfer des Nationalsozialismus "- wie sie sich offiziell1-nannte schloß sich der Gewerkschaftslige für Menschenrechte an, in

deren Namen sie nun

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