Herrn
Schmidt- Küster
26. August 1957.
Sehr geehrter Herr Schmidt- Küster,
entschuldigen Sie die Verspätung meiner Antwort auf IhrenBrief vom 13.8.57.
Ich erhielt von Ihnen einen pauschalen Unkostenbetrag alsRückerstattung für gehabte Auslagen zur Materialbeschaffungin Höhe von DM 300.00. Damit sind zwei Fahrten München - Bonn-München, die zweite über Hannover , und eine Fahrt München-Berlin- München abgegolten. Eine noch einmal notwendige Fahrtnach Berlin wird unkostenmässig von der AW übernommen. Ichhabe in Berlin feste Termine mit Dr. Hirschfeld( Amerika - Zeitvon MJ), mit einem noch lebenden 85- jährigen Bruder von MJ( Kind-heit von MJ), und mit Paul Löbe , der mit in diesen Tagen bereitsMaterial aus der jüngeren Vergangenheit übersandte. Zu diesen Ab-machungen kommen noch einige Termine hinzu.
Frau Lotte Lemke hat mir inzwischen bestätigt, dass die AW nichtnur die nächste( und letzte) Berlin - Reise übernimmt, sondern mirmonatlich DM 200.00 zur Verfügung stellt. Der Gesamtbetrag giltals Vorschuss auf mine später laufenden Honorarzahlungen. Ichbin damit einverstanden, dass das anfallende Honorar mit mir ver-rechnet, aber so lange an die AW überwiesen wird, bis der Vorschussabgedeckt ist.
Ferner möchte ich bestätigen, dass ich mich verpflichtet habe, dasBuchmanuskript in zwei Etappen zu liefern: die erste Hälfte bis Weih-nachten 1957, die zweite Hälfte bis Frühjahr 1958. Sieben Monatebrauche ich unbedingt für die schriftstellerische Arbeit, die sowie-so nicht kontinuierlich ist, da ich laufend Materialstudien treibenmuss.
Von der AW werde ich für die weitere Materialbeschaffung bestens un-terstützt, und auch Herta Gotthelf vom Frauenbüro der SPD in Bonn hat sich bereits tatkräftig und mit Erfolg eingeschaltet.
Się baten darum, Sie über den Fortgang der Arbeiten zu unterrichten.Ich hoffe, dass das mit diesem Brief geschehen ist. Weitere werdenfolgen.
Mit besten Grüssen,Ihr