Akte 
Korrespondenz: Fritzmichael Röhl
Entstehung
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Frau

Lotte Lemke

Hauptausschuss fürArbeiterwohlfahrt

Dottendorferstrasse 168Bonn/ Rhein

27. Juli 1957.

Liebe Lotte Lemke ,

es wird nun doch nichts anderes übrigbleiben, alsdass ich nach Bonn komme.

Als einzigen Termin, den ich jetzt zwischenschalten kann,könnte ich den 7. August vorschlagen. Am Freitag, 9.8., mussich unbedingt wieder in München sein. Und vor dem 7.8. gehtes nicht.

Hans Hirschfeld ist z.Zt. in Bad Wiessee zur Kur, wir setzenuns nachdem wir in Berlin klärten, worauf es mir ankommtam 3.8. noch einmal zusammen. Er wollte die Kur- Zeit benutzen,um sich an Betails zu erinnern. Dann muss ich mich noch ein-mal mit Käthe zusammentun, um die Amerika - Zeit von MJ material-mässig vollständig zu haben.

Unter diesen Umständen ist es natürlich ausgeschlossen, dassich bis zum Herbst das fertige Manuskript abliefern kann.Ich möchte mir in Bonn die gesamte Literatur holen, die ich nochbrauche, also alles, was die Entwicklung der AW seit Gründung bisheute betrifft, und die politische Literatur mit besonderer Be-rücksichtigung der Skakkung Politik der SPD . Je mehr ich finde,desto besser.

Mit Herrn Rosenbach muss ich mich verständigen, dass der Herbst-Termin vertagt wird. Um dieses Buch zu schreiben, brauche ich( vo-rausgesetzt, dass ich das gesamte Material erhalten und eingeord-net habe) ein halbes Jahr. Ich muss diese Zeit haben, denn ichmöchte ein gutes Buch schreiben.

Mich würde interessieren, welche Haltung der PV diesem Objekt ge-genüber einnimmt.

Geben Sie mir bitte Bescheid, ob der 7.8., nachmittags, oder 8.8.vormittags in Frage kommen.

Von Bonn aus müsste- wie schon vorgeschlagen und auch akzeptierteine Rundschreiben- Aktion gestartet werden, um zusätzlich privatexbetontere Unterlagen zu erhalten. Auf diese Dinge kann man nichtverzichten. Einige Adressen gab ich schon an, und werde versuchen,noch mehr zusammenzutragen.Herzliche Grüsse, Ihr