Akte 
Korrespondenz: Fritzmichael Röhl
Entstehung
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Frau

Lotte Lem eArbeiterwohlfahrtHauptausschuss

Dottendorfer Strasse 168

B onnn/ Rhein

08

2. Juli 1957.

Liebe Lotte Lemke ,

Dank für Ihren Brief vom 25.6.- Ich war in Berkin bei HansaHirschfeld, der die Amerikazeit von MJ intensiv miterlebte.Er stellt mir einen( von ihm noch zu diktierenden) rohen, zu-sammengedrängten Überblick über die USA - Zeit zur Verfügung.Die informative Ergänzung muss ich mir von Käthe Kirschmannbesorgen.

Auf Grund meiner ausführlichen Unterhaltung mit Hans Hirschfeld müsste versucht werden, zusätzlich Material zusammenzutragen,sei es in Form von vorhandenen Briefen von MJ, sei es in kurzenRésumés, die von den in Frage kommenden Personen formuliert wer-den, wobei es nicht auf journalistische oder schriftstellerischeVollendung ankommt, sondern auf die Substanz. In Fräge kämen fürdie USA -" eit die nach Deutschland Zurückgekehrten, wie Paul Hertz ,Herta Lewinski( lebt sie noch in Kassel ?) Helmut Wickel, Eugen undLise Albrecht in Hannover , Erna Blenke und andere. Viele der Freundedonde von MJ leben ja noch in den Staaten, so Dr. Karl Frank , Eva Fister,Dr. Hirschfeld( der Bruder von Hans H.), der Emil Kirschmann und MJja behandelt hat, Dr. Minna Flake usw. Käthe Kirschmann könnte diesekleine Liste wahrscheinlich noch sehr wesentlich ergänzen.

MJ als Gründerin der AW New York stand ausserdem mit einer Reihe vondeutsch - amerikanischen Organisationen in Verbindung. Auch aus diesem" Raum" wären unbedingt Informationen einzuholen, wenn möglich mit do-kumentarischen Unterlagen.

Wenn mir der Hauptausschuss dafür seine Hilfe gibt, ist mir auch wegendes damit verbundenen xxxk gewichtigen Hintergrundes- sehr vielgeholfen.

Da ich ja das bei der AW in Bonn zusammengetragene( im wesentlichen vonKäthe Kirschmann abgelieferte) Material in München bereits durchgear-beitet habe, wäre es zweckmässig, auch das Korrespondenzpaket auszuhän-digen, das Sie inzwischen noch gefunden haben. Wenn ich nach Bonn kom-me, werde ich kaum die Zeit haben mich so intensiv damit zu beschäfti-gen, dass ich gleich sondieren und sortieren kann. Dazu braucht manZeit.