Akte 
Korrespondenz: Fritzmichael Röhl
Entstehung
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14. Juni 1957.

Herrn

Dr. Hans HirschfeldAltenburger Allee 19

Berlin- Charlottenburg de dood el, ex

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Lieber Hans,

Maria und ich möchten uns nach guter Rückkehr nach Naila ganz herzlich für die schöne Aufnahme bei Euch und fürEure Gastfreundschaft bedanken. Gib diesen Dank bitte anDeine Frau und an Tochter Eva weiter. Uns hat der Abendbei Euch sehr gut getan.

Um Dorle kann ich mich erst kümmern, wenn ich wieder inMünchen bin. Das wird am kommenden Dienstag der Fall sein.Ich berichte Dir von meinem Erfolg.

Zur Biographie möchte ich noch etwas sagen: besitzt Du Brie-fe? Ich habe mir in München einen grossen Ordner angelegt,mit Sachregister, in den alles hineinkommt, was mir leihwei-se an Dokumenten zur Verfügung gestellt wird. Meistens schrei-be ich die Briefstellen, die wichtig sind, mit entsprechendenAngaben ab und gebe die Dokumente gleich zurück. Einige behal-te ich allerdings, um sie gelegentlich en bloc fotokopieren zulassen, da sie wahrscheinlich als facsimile gedruckt werden.Das wird aber erst später mit dem Verleger im letzten Detailentschieden.

Unabhängig davon, dass Käthe mir die chronologischen Datengeben wird, habe ich eine Bitte an Dich: kannst Du nicht Dei-ner Sekretärin einmal ganz schnell etwas diktieren, was denUSA - Zeitraum umspannt? Je mehr ich aus USA bekomme, desto bes-ser. Ausserdem möchte ich Lotte Lemke eine Adressenliste der" Amerikaner" geben, auch derjenigen, die wieder in Deutschland und Europa sind, damit Lotte L. mit einem Rundschreiben an die-sen Personenkreis herantreten kann. Könntest Du mir dabei behilf-lich sein? Wenn Du mir einen Zwischenbescheid gibst, dass Dudas machen wirst, kann ich auf die Unterlagen selbst gerne nochwarten, aber mit Lotte L. bereits verhandeln.

Aud

Wir haben am Donnerstag, eine Stunde, bevor wir losfahren woll-ten, doch noch den Dr. Brich Böckler erreicht, der uns sagte,dass für die Bereitstellung der Mittel für das Ernst Reuter-Haus zur Vervollkommnung der Innengestaltung Dr. Hauss zuständigsei. Dr. Böckler hat sich an einige Berliner Künstler gewendet,u.a. auch an Maria, die als Berlinerin gilt, auch wenn sie z.Zt.nicht in Berlin wohnt, weil das Haus restlos zerstört ist und sieihren Nailaer Aufgabenkreis nicht so gals über ropf aufgeben kann,um nach Berlin zurückzukehren, weil man ihr nichts Ebenbürtigesals Aufgabengebiet anbieten kann.( Vielleicht ist das irgendwanneinmal möglich).-Wir haben uns den Raum, in dem sich die zu ge-staltende Wand befindet, angesehen, und Dr. Böckler meint schonjetzt, dass die Idee der Wand- Lösung, die Maria hat, jede Aus-sicht auf Verwirklichung hat. Es kommt also jetzt nur noch darauf