Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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Aber woher sollte dieses Wunder kommen? Wenn man die beiden Kinder ausdem Haus und irgendwohin in Pflege geben könnte! Es wäre vielleicht mög- mlich gewesen, wenn Vater Gohlke Geld, sehr viel Geld gehabt hätte. Aberda konnte ihm auch Bürgermeister Anker, der sich zwar um Waisenkinderund alte Leute gekümmert und einige Plätze geschaffen hatte, wo man die-se hilflosen Menschen betreute, keinen Rat geben für Kchwerkranke Kin-der unbemittelter Eltern.

Zwei Monate später starb zuerst Minna, drei Monate danach folgte ihr derkleine Franz. Die Gohlkes waren jetzt wieder zu Dritt, mit ihrem Sohn Ot-to, der sehr an seinen Geschwistern xxxx gehangen hatte und einige Zeitbrauchte, um mit seinem Alleins ein fertig zu werden. Vater und Mutter******* Gohlke hatten nichts dazu gesagt, als Otto die Spielsachen vonMinna und Franz sorgfältig in eine kleine Kiste verpackte. Sie beobachte-ten ihn, wie er gelegentlich das Spielzeug hervorholte, den einen oder an-deren Gegenstand in die Hand nahm, und dann alles wieder behutsam ver-steckte.jetzt

Beruflich gab es gute Tage, manches Haus in Landsberg war dazugekommen,an dem Theodor Gohlke fleissig mitgearbeitet hatte, яяжяи unterstützt vonOtto, so lange dieser noch nicht zur Schule ging. Einmal reiste VaterGohlke auch nach Kolow in Polen , weil er als guter und solider Bauunter-nehmer eine Empfehlung dorthin erhalten hatte. Dass er unverrichteterDinge wieder zurückkehrte, lag nicht an ihm.

Da sich Mutter Gohlke mit ihren gut 32 Jahren чяяк trotz der Unbill vie-ler Jahre und des Verlusts von zwei Kindern doch noch stark und jung ge-nug fühlte, und sie sich mit Vater Gohlke einig war, dass Otto пяяжxj椤XXXXXXXX sich über einen Bruder oder eine Schwester freuen würde, er-gab es sich, dass am 15. März 1879 Marie Juchacz geboren wurde, ein ge-sundes, kräftiges Mädchen, das schon als kleines Baby mit ernsten Augenin die Welt sah.

Otto hatte an seiner Schwester sehr viel Freude, spielte mit ihr, undholte als Marie anfing, auf allen Vieren in der Wohnung herumzukrie-chen die Kiste mit dem Spielzeug aus dem Winkel, une parierte das, wasMariechen zerbrach, mit grosser Geduld und Gründlichkeit. Eine kleineBegebenheit, so unwichtig sie auch war, ist Bruder Utto fax* x* x* x* x mitallen Einzelheiten und fast wörtlich im Gedächtnis geblieben.Marie, drei* x* x* x* x* x*** Jahre alt, nahm schon an der Unterhaltungenteil, wobei sich bereits ein eigener Wille und eine persönliche Meinungso weit ein Kind dies zum Ausdruck bringen kann- zeigten. Otto, nunschon im dritten Schuljahr, konnte die Weisheit, die er lernte, nichtfür sich behalten. Marie musste seine Schreibkünste bewundern und gedul-dig zuhören, wenn er ihr aus Unterrichtsbüchern vorlas, unter anderem auch