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fang immer mehr zunehmen(" erst in diesen Wochen haben sie wiederim Rheinland und in Westfalen gestreikt")- und dass in Berlin lau-ter drei- und vierstäckige Mietskasernen entstehen(" 80% der Ber liner Bevölkerung leben in 1- 2- Zimmerwohnungen, 8% in 5 und mehrZimmern. Wir gehören zu den 80%").
Lendeten
[ Ottos Briefe immer da-
mit, dass Marie jederzeit mit den beiden Kindern, Lotte und Paul,erst einmal bei ihm bleiben könnte, in der Stralauer Allee 20 b.Später würde sich dann schon irgend etwas anderes ergeben.Ausschlaggebend, mit ihren beiden Kindern nach Berlin zu gehen, war
schlifeli
zu Beginn des Jahres 1906 ein Brief von Otto, dass er vom Parterrein den dritten Stock gezogen sei, Zimmer und eine grosse Kammerzweimehr habe, und dass Marie ein Zimmer für sich und die Kinder bekom-men könne. Arbeitsmässig würde sich auch sofort etwas machen lassen.Obwohl Vater Gohlkes Gesundheit bei seinen fast 65 Jahren nichtgut war, redete er seiner Tochter Marie zu.Vateri
" Und was wird aus Elisabeth? Du weisst doch, dass sie es nicht ver-steht, wenn ich sie alleine in Landsberg lasse."
" Lisbeth kommt dann eben ein paar Monate später nach, bis Du beruf-lich so weit bist."
" Und wer kümmert sich um Euch?"
" Darum brauchst Du Dir keine Sorgen und Gedanken zu machen, Marie.*Wir haben für uns zwei unser finanzielles Auskommen, Mutter ist nochso rüstig, dass sie mit dem bischen Hausarbeit fertig wird, und wennes mal nötig sein sollte, dann seid Ihr ja schnell hier, mit der Ei-senbahn dauert es ja nur vier Stunden."
Obwohl Marie wusste, dass ihr Vater es leichter darstellte, als esin Wirklichkeit war, machte sie sich mit dem Gedanken der Übersiede-lung nach Berlin so vertraut, dass sie schon in Landsberg bei Par-teifreunden Erkundigungen einzog, sich Namen und Adressen gebenliess, und auch mit ihrer Schwester Elisabeth viele Einzelheiten be-sprach.
" Unser Ziel war, wirtschaftlich Fuß zu fassen, und ich machte mirkeinerlei Illusionen. Ich hatte die Sorge für meine beiden Kinderund wusste, dass es schwer sein würde. Zuvor hatten wir noch ver-trauensvolle Aussprachen mit unseren Freunden, weil wir in Berlin einen Weg finden wollten, um uns der sozialistischen Bewegung an-schliessen zu können. Keiner der Männer wusste richtig Bescheid, wiees anzufangen sei. XaxxBiner gab uns eine Empfehlung an eine Fraumit, Ida Altmann , die sozialwissenschaftliche Mitarbeiterin der Ge-werkschaften war."