Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

<- 24-

sagen) sich sofort an die Arbeit machten. Da Mutter Gohlke bei dieserUnterhaltung nicht gefragt wurde, wollte sie xxxx auch ihr Wort anmel-

den:

" Und was geschieht mit der gepolsterten Rückenlehne des Sofas? Die wolltIhr einfach wegwerfen, oder verbrennen, was?"

Vater und Sohn Gohlke standég unschlüssig vor der abmontierten, mit derin dieser Zeit für solche Möbel charakteristischen geschwungenen und mitSchnörkeln und кnäдfax Holzknöpfen verzierten Holzumrandung.

" Ich weiss was, Va ter! Wir sägen drumherum das ganze Holz weg, macheneinen einfachen Rahmen, der genau auf das Gestell mit dem Kasten passt,und stellen ihn als Lehne an die Wand. Dann hat Mutter was zum Ausruhen."Aber Vater Gohlke hatte auch eine Idee: die mit dem neuen und glattenRahmen eingefasste Polsterlehne bekam auf der Rückseite eine grosse Platteaufgeschraubt, wurde mit Scharnieren auf dem Gestellkasten befestigt, undtagsüber wurde die Lehne einfach heruntergeklappt.

Mutter Gphlke erhielt dadurch einen schönen grossen Tisch, auf dem sieauch plätten kaxxa und allerlei Zeug abstellen konnte, und war mit derLösung sehr zufrieden. Marie bezog den rollenden Schubkasten als neuesBett, das abends einfach herausgezogen wurde, und Otto schlief auf demtrotz Umbau gen au so bequemen Sofa den gesunden Schlaf der Jugend. - Das" rollende Bett" war nicht nur Gesprächsthema in der Nachbarschaft, sondernlange Zeit Maries schönste Kostbarkeit.

CD

Das Schlafzimmer konnte jetzt so hergerichtet werden, dass es auch alsWohnzimmer einen hübschen Eindruck machte. Das Kinderbett kaк********** x* giktig hatte endgültig ausgedient. So dachten Vater und Mutter Gohlke,und hatten nichts dagegen, dass Otto es auseinandernahm und zu den altenHölzern in den Schuppen hinter dem Haus legte.