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Marie zog sich schnell und leise, um Vater und Elisabeth nicht auf-zuwecken, ein Sommerkleiden an, das sie sich xakkxt, unter Assi-stenz von ihrer Mutter und einer Nachbarin, selbst genäht hatte,************ x* x* x* x* xx@ кdxxxg und spazierte mit Otto los. Siegingen auf der Schattenseite der Küstriner Strasse, ohne sich überdas Ziel ihres Weges klar zu sein, genau so wenig, wie Marie wusste,welchen Weg sie beruflich einschlagen sollte.
" Mit dem, was ich in der Schule gelernt habe, kann ich nicht vielanfangen. In die Fabrik darf ich nicht, Vater und Mutter sind degen, obwohl ich da ganz gut veraienen könnte." gut verdienen könnte." Ich denke, sie haben nichts dagegen, wenn Du als Lehrmädchen in ei-nem Geschäft anfängst, oder au einer Familie in den Haushalt gehst."" Wahrscheinlich muss ich mit einer solchen Arbeit anfangen, aber dalerne ich nichts mehr dazu. Ich möchte einen richtigen Beruf lernen,so wie Vater und Du."
ereus" Das gibes nicht, Marie. Für uns nicht, weil Vater und ich nicht soviel verdienen, um Dich auf die höhere Mädchenschule zu schicken."" Und wenn ich Lehrerin werden will, oder Krankenpflegerin?"
" Dann brauchst Du auch eine besondere Ausbildung."
" Suttner? Wer ist denn das?"
" Sie hat etwas gegen den Krieg geschrieben."
" So was liest Du?"
" Noch ganz andere Sachen. Als Du mir erzählt hast, dass Du Sozialde-mokrat bist und was die Sozialisten wollen, habe ich an der Zeitungalles herausgeschnitten, was damit zusammenhängt. Ein Buch habe ichmir a uch schon besorgt."
" Was für ein Buch?"
" Ich habe ja erst jetzt damit angefangen, aber wenn ich es ein paarMal durchlese, werde ich es verstehen. Was Du mir vom Erfurter Pro-gramm erzählt hast, habe ich ja auch zu einem grossen Teil verstan-den.
" Weil ich es Dir so deutlich geschildert habe, Marie. Wenn man es selbstliest, muss man sehr darüber nachdenken."
" Kannst Du mir das Erfurter Programm besorgen? Ich möchte es lesen!"