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sich aber immer wieder hingesetzt, sodass der Lehrer Peter Freymark keineMöglichkeit sah, die Tischrunde über Gohlker Unruhe aufzuklären. PeterFreymark war erst kürzlich mit seiner Frau aus Foldin nach Landeberg ge-kommen. Nachdem er bei einigen Sangtag- Gesprächen eine sehr freie Spracheführte und von den anderen zur Maceigung aufgefordert wurde, well er ausseiner sozialistischen Einstellung kein Hehl machte, beschränkte er sichneuerdings darauf, die Tischrunde mit den Neuigkeiten zu unterhalten, dieer von seiner Frau inna erfuhr. Minna war Hebamme, hatte cohonPraten der un den Tisch versammelten Männer dazu verholfen, glücklicheMutter zu werden, und kannte sich deshalb in den Landsberger Familienver-hältnissen schon recht gut aus. Aber heute hatte Peter Freymark auch aufdiesem Gebiet Hemmungen und rettete sich in sein Lieblingsthema, die so-zialistische Schulreform, vie er sie sich als überzeugter fozialdemokratvorstellte. Diese Ideen kosteten ihn schon sehr bald eine tellung alsLenrer, denn er fiel dem Sozialistengesetz zum Opfer, das auch die Be-kämpfung sozialistischer Lehren in den Schulen anordnete. Torwand für die-ses Gesetz waren zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm 1.sofort nach rldssdes Gesetzes vor einen Jahr, also 1878, wurden alle zu dieser Zeit er-scheinenden 332 Presseorgane verboten, 900 Personen wuran gewiesen,1500 Sozialdemokraten erhielten Profheitsstrafen. Dass die sozialdemokra Tische Partei bis zum Jahre 1890 trotzdem 1 Million stien erhalten wür-de, ahnte man nicht einmal in den obersten Parteispitzen.Auch Peter Freymark wusste nicht, dass seine bald erfolgende Absetzungale Lehrer und vorübergehende Verhaftung dazu beitragen wirde, der aufge-schlossenen Landsberger Bevölkerung weiteren revolutionären, fortschritt-lichen Auftrieb zu geben. Im Augenblick ereiferte er sich an der Konfessi-onslosen staatlichen simultan- Schule, die es jeden ermöglichten müsse, daszu lernen, was seiner Begabung entspreche, gleichgültig, ob es sich unBürger-, Arbeiter- oder Ba uernkinder handele.xxxxxxxxxxaxaxxk Zu Prie-drich Theodor Gohlke gewandt, meinte Peter Freymark:" Tenn wir diese Comulen schon hätten, wäre Dein Sohn Otto besser dran. Was hat er in den ei-nen Jahr auf der vierklassigen Volksschule gelernt? Nichts! Und warum?Teil das Geld nicht ausreicht, um ihn auf die Bürgerschule zu schicken.R* x* x* x Das hätte Peter Freymark nicht sagen sollen. Der er ruhige,niemals aufbrausende Theodor Gohlke stand erregt auf, dass der schwereHolzstuhl nach hinten aki laut polternd unkippte. Er vertrug keineAnspielungen auf die Spekulationen, die er in diesen sogenannten Gründer-jahren nach seiner Meinung unbedingt machen musste, wenn er seine mühsamerkäm fte Selbständigkeit erhalten und schern wollte. or einigen Jahrenwar er mit Frau und Fohn aus dem im Kreis, Landsberg gelegenen Reinersdorfwo er als Zimmerpolier gearbeitet hatte, nach Landsberg gekommen, in die-