ARBEITERWOHLFAHRT
HAUPTAUSSCHUSS E. V.
AD
Herrn
Fritzmichael Roehl
28. Juli 1961
DOTTENDORFER STRASSE 168 RUF 23184-87
Akt.- Zch.:.
Bitte bei Rückantwort anzugeben
Le/ Kr.
Lieber Fritz Roehl!
Wenn wir auch lange nichts voneinander gehört haben, so bitteich Sie doch überzeugt zu sein, daß ich sehr viel an Sie ge-dacht habe, schon weil ich bei der Überarbeitung des von Hedwig Wachenheim eingereichten Manuskripts immer im Auge hatte, wel-ches Verdienst Sie an dem Ganzen haben, und weil ich mir großeMühe gegeben habe, die Verzeichnungen, die Hedwig unterlaufenwaren, zu korrigieren. Nun ist das Manuskript so, wie ich esIhnen heute übersende, zur Druckerei gegangen; was Ihnen vor-liegt, ist das Ergebnis einer mehrmaligen Überarbeitung durchmich. Einige Tippfehler sind sicher in dieser Kopie nicht mehrkorrigiert worden, Sie werden sie selber erkennen. Ich hoffe,lieber Fritz Roehl, daß die Lektüre des Manuskripts in Ihnenkein Gefühl der Enttäuschung oder der Bitterkeit darüber auf-kommen lassen wird, daß Ihre Diktion weitgehend verändert wor-den ist. Vielleicht sind Sie sogar in der Lage zuzugeben, daßdas Ganze konkreter und plastischer geworden ist, einfach da-durch, daß Hedwig Wachenheim aus persönlichem Erlaben und ge-nauer Kenntnis der Umstände und Personen manches hat farbigmachen können.
Ich bin froh darüber, daß ich vor Antritt meines Urlaubs dasManuskript habe an die Druckerei abgeben können. Ich werde jetztsehr auf eine Nachricht von Ihnen warten, weil es mich natürlich
b.w.