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Persönliche Korrespondenz
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hier angekommen.

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Darunter ich zitiere woertlich-" der Chefredakteur der Muenche-ner" Abendzeitung, Redakteur und Verleger der bedeutenden" Sueddeutschen Zeitung "in Muenchen ...." Die woertliche Wiedergabe, weil mir der Sinn nicht ganz klar istHandelt es sich hier um einen oder zwei Maenner. Wenn zwei, fehlt bei einem dieAngabe des Namens. Diese Redakteure werden etwa sechs Wochen durchs Land ge-schleppt. Sie werden sicher dabei einiges lernen. Sie sind Gaeste des Zeitungsinsttuts der Columbia University und die grossen Zeitungen werden sich ein Fest ma-chen, den Zeitungsleuten etwas von ihren Methoden und ihrer Technik, die ganzanders sind als drueben-ob besser wage ich nicht zu sagen zu zeigen. Unterden Besuchern ist auch ein Mann Pfeiffer von der" Badischen Zeitung" in Freiburg .Dort ist Oskar Stark, frueher Vertreter der" Frankfurter Zeitung in Berlin und Dirgut aus dem Reichstag bekannt. Sein Adlatus Held ist tot. Friedlich gestorben,wie ich hoerte. Die" Badische Zeitung", von der ich dann und wann einige Nummernsehe, ist eine sehr gute Zeitung, zu vergleichen mit der ehemaligen Frank-furterin. Genau so gruendlich, serioes und fortschrittlich.Bis hierher war ich gekommen; nun schreibe ich am13. Septemberweiter. An diesem Tage hatten meine beiden Eltern, Vater und Mutter, GeburtstagMutter waere 92, Vater 90 Jahre alt geworden. Mutter ist schon dreissig Jahretot; Vater 11. Es ist lange her, seit Ihr Kinder in Oberstein in Ferien gewesenseid. Aber das faellt mir eine kleine Geschichte ein, die Vater immer mit gros-sem Vergnuegen erzaehlte. Und er konnte erzaehlen. Als er noch in einer Fabrikin Oberstein arbeitete, kam an diesem Tag ein Kollege an seine Werkbank und gratuierte mit der Bemerkung," sag' auch Deiner Frau zu ihrem Geburtstag meine besteuensche". Ein Nachbar fra te," wie Deine Frau hat auch heute Geburtstag?"" Ja",sagte Vater" und wir hatten auch an einem Tag Hochzeit. "" Nn.un", stotterte derFrager zurueck," is it aber genug, Jakob. Musst uns net gar zu doll beschwindelnHerrgott, wie lang soll denn dieser Brief werden? So geraet man ins Schwaetzenund findet kein Ende mehr. Wir hatten einen sehr heissen Sommer. Einmal klette:te das Thermometer auf 100,8 Grad Fahrenheit. Ihr wisst aus der Schule noch wiedas in Celsius umgerechnet wird? Minus 32 und davon 5/ 9/, also fast 38 Grad C.Das war der heisseste Tag. Aber tagelang vorher und nachher gings nicht unter 90und nachts kaum eine Abkuehlung. Was die Hitze aber so sehr unangenehm macht istdie Feuchtigkeit. An August schrieb ich, man habe den Eindruck, in einem roemischirischen Dauerbad zu sitzen. Und heute, am 13. September sind es 87 Grad, alsoetwas ueber 30 Grad C. gewesen. Aber nun ist die grosse Hitze vorbei. Es kommtder sogenannte Indian Summer, die schoenste Jahreszeit in diesem Land. Der Frueh-ling ist sehr kurz und kein Vergleich mit dem, was drueben diese Zeit ist.Mir gehts viel besser; ich bin aber immer noch nicht arbeitsfaehig. Seit 18Wochen liege ich foermlich auf der Nase. Gute, sehr gute aerztliche Betreuungnd ausserordentliche Pflege daheim, haben mir geholfen, wieder auf die Beine zuommen. Aber Kranksein in diesem Lande ohne Sozialversicherung, ist eine Katastrphe. Es gibt hier eine von deutschen Arbeitern gegruendete Arbeiter Krabkenkasse,daneben auch noch eine Reihe Versicherungsmo eglichkeiten gegen Krankheitsfall.Aber diese Kassen muessen sich ihrerseitz gegen zu grosse Risiken sichern. Das geschieht in der Regel durch ein Alterslimit. Als ich herkam, waere es noch geradegegangen. Aber Ihr wisst, wie das geht. An solche Dinge denkt man nicht zuerst.Na, und dadurch ist es so, dass ich in der ganzen Zeit nicht nur nichts verdie-nen konnte, sondern noch allerhand Unkosten verursachte. Und darunter muesstu.a. auch Ihr leiden: wir konnten einfach nicht das schicken, was notwendig ge-wesen waere und was wir so gerne getan haetten. Wir leiden mit Euch darunter.Trotzdem: morgen oder uebermorgen werden wir ein Paket mit Kaffe und Zuckerund etwas spaeter ein mit Schmalz bestellen. Es sind immer sieben oder manchmalgar acht, die zu gleicher Zeit versotgt werden muessen. Das soll um Gotteswil-len keine Klage sein, nur eine Erklaerung. Und Ihr werdet verstehen, dass wirganz offen sagen, was ist. Versteckspielen hat in diesem Falle garkeinen Wert.Unsere Reiseabsichten verdichten sich. Ich habe nun auch vom Innenminister vonNordrhein- Westfalen , dem Genossen W

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