Akte 
Persönliche Korrespondenz
Entstehung
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me meines Ruecktritts der Wuerfel sich einen anderen Lizenztrae-ger suchen muesse, oder aber, falls ich Geschaeftsfuehrer blei-be, muessten mir die Vollmachten eingeraeumt werden, die mirauf Grund der Bestimmu gen der Milita erregierung zustehen. Un-ter diesen Umstaenden haette Dr. Hahn mir offen die Karten zei-gen muessen, haette zugeben muessen, wie er mit Benzin, Wein,getarnten Spesenrechnungen und anderen Dingen manoevriert hat,um sich tausende von Mark in seine Tasche zu stecken. Ein typi-scher Fall ist z.B. sein juengster Wagen- Tausch. Hahn fuhr einenziemlich schweren Mercedes - Wagen, der jede Nasenlaenge kaputtwar und nach jeder Reparatur neue Mucken bekam. Es wurden Sum-men und Unsumen auf Geschaeftsunkosten in diesen Kasten ge-steckt, seit Monaten geht Hahn mit dem Gedanken schwanger, denWagen zu verkaufen und einen anderen, leichteren zu erstehen,aber immer, wenn es vor dem Verkauf stand, stellte sich wiederirgend ein Schaden heraus. Abgesehen davon, dass Hahn bei diesenReparaturen selbstversta endlich immer in die eigene Tasche ver-diente. Kurz vor unserer Fahrt zu Paul war es so weit: Hahn ver-kaufte den Wagen fuer 60 000 Mark, und kaufte sich fuer 30 000Mark einen kleineren. Die" verdienten" 30 000 Mark sind nun abernicht in den Wuerfel zurueckgeflossen, weil das Aufmoebeln dergrossen Kiste ja auf Kosten des Wuerfel ging, sondern diesenimmensen Betrag hat sich Hahn in die eigene Tasche gesteckt.Jetzt laesst er den soeben gekauften neuen( alten) Wagen eben-falls wieder auf neu( und selbstversta endlich auf Wuerfelkosten)wieder aufpolieren, und wenn dann wieder ein fast neues Fahrzeugvor der Wuerfeltuere steht, wird es wieder fuer gutes Geld ver-kauft, mit der Haelfte des guten Geldes wird eine alte Kisteerworben, und die andere Haelfte fliesst wieder in den privatenHahn- Beutel, und der Wuerfel bezahlt weder seine Schulden anseine Mitarbeiter, noch an Lieferanten, Zeitungen usw.- Ichkann mir das nicht mehr mit ansehen, und da man sein eigenesNest nicht beschmutzen kann, muss man aus dem Nest heraus, mussmit der Wuerfel- Mischpoche nichts mehr zu tun haben. Das ist jetder Fall, und da Dr. Hahn weiss, da mit mir nicht gut Kirschen-essen ist, hat er reichlich viel Angst, was ich gestern merkte,als man mir indirekt zu verstehen gab, ob ich nicht doch nochbis zum Ende der Saison im Wuerfel bleiben wolle. Ich pfeifeihm etwas.

Leider wird sich auch folgendes ergeben: der ehemalige Lizenz-traeger des Bunten Wuerfel, Bobby John, Volljude, KZ- ler, dervon mir waehrend meiner Taetigkeit bei der Mlitaerregierungin jeder Form unterstuetzt wurde mein bester Zeuge dafuer istVan Loon, hat damals seine Lizenz verloren, weil er zwei Na-zis getarnt hat und bei sich arbeiten liess, weil sie ihm dieArbeit abnahmen. Diesem Bobby John wurde die Lizenz am 15. Fe-bruar 1947 entzogen. Meine Lizenz traegt das Datum vom 16. Fe-bruar 1947. Bobby John erzaehlt bereits seit mehreren Monatenbei allen Behoerden, Institutionen, beim Bayrischen Hilfswerk,bei Staatskommissar Dr. Auerbach, beim jüdischen Kommitted undbei tausend anderen Stellen, dass ich seinerzeit meine Stellungbei der Militae regierung missbraucht haette, indemmich veran-lasst haette, dass Herr John seiné Lizenz verliert. Diese herr-liche Erfindung wurde mir offiziell auf einer Gesellschafterver-sammlung am 27. Januar 1948 von Herrn John persoenlich mitge-teilt. Ich stellte daraufhin den Antrag, Herrn Dr. Hahn, denpersoenlichen Freund und KZ- Gefaehrten von Herrn John und