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der so etwas wie zum Fruehstueck, und zum Abend wieder so etwaswie zuMittag, vorsetzen kann. Ausserdem fuer jeden der zehn Hand-werker pro Tag je zehn Zigaretten.- Das Haus ist fertig, die ober-ste Etage und das Dach sind ausgebaut. Aber wenn man alles das, wasdieser Mann aufgewendet hat, auf dem schwarzen Markt gekauft haette,waere so etwas wie ein Vermoegen dabei draufgegangen.
Vor einigen Tagen las ich in der Zeitung folgende Schwarzmarkt- Prei-se: 1 Pfd. Butter 140.-, 1 Pfd. Sp.ck 160.-, 1 Brot 15.-, 1 Pfd.Fleisch 20.-, 1 Paket Zigaretten 80.-, 1 Flasche Schnaps 300.-, einkleiner Riegel Schokolade 40.-, 1 Pfd. Kaffee 280.-, 1 8- Unz.Buechsesoluble 300.-, 1 Pfd. Marmelade 80.-, 1 Pfd. Zucker 90.-, usw.
Da die Rationen jetzt wieder gekuerzt wurden, werden diese Preise ra-pide steigen.
Und ich frage Euch: welcher normal verdienende Mensch kann sich zu-saetzlich fuer diese Preise etwas kaufen? Deshalb jubeln wir, wennwir von Euch ein Paeckchen bekommen, in dem sich etwas Fett, Kaffee,Zucker, und ein paar Zigaretten befinden.
Wir wollen den Dank nicht vergessen fuer das Paeckchen mit den zweiPaar SSchuhen, die braunen Schuhe passen mir wie angegossen, sie ka-men zur rechten Zeit, denn meine Schuhe mussten zum Schuster, und einnormaler Reparaturgang dauert drei Monate. Die Schuhe fuer Mariawaren zu klein, wir haben entfernte Bekannte, die sehr viel Essereiaus Amerika geschickt bekommen, und der Dame passten die Schuhe sogenau, dass wir sie wertmaessig gegen Essbares eingetauscht haben.Seid nicht traurig deswegen, aber fuer uns war es die Loesung.Das letzte Paket enthielt alles, was auf dem Slip angegeben war, hisauf den Reis, der aber nicht fehlte, sondern nicht eingepackt war. Ichhabe das Paeckchen, das jungfraeulich auf dem Zollamt lag, dort erstgeoeffnet.
Wenn Ihr uns noch einmal etwas schicken solltet, dann in erster LinieFett, Kaffee( damit die Nerven durchhalten), Kakao, Zucker( Sacharintuts auch), ein paar Zigaretten( fuer mich als Medizin), und in Ab-staenden dann etwas von den Dingen, die immer fehlen: Zahnpaste,Seife, schwarze und braune Schnuersenkel, vielleicht einige Feuer-steine fuer unser Feuerzeug( weil es hier naemlich keine Streichhoel-zer gibt. Neulich haben wir eine ewige ogen- Flamme einige Tagesorgsam gehuetet, weil uns die Streichhoelzer ausgegangen waren). DieBuechse mit dem Oel im vorletzten Paket war laut Maria ungemein ra-tionell, desgleichen das koshere Pflanzenfett im letzten Paket. Mitden getrockneten" ruechten hat Maria die Brotpuddings schmackhaft ge-macht, und nach besonderen Arbeitsschlachten gab es zur Belohnungeine Sauce aus Kochschokolade darueber.
Da Maria sich ab und zu mal eine Naehmaschine borgen muss, um un-sere Klamotten zu flicken, und dabei Nadeln draufgehen, wuerde siesich freuen, wenn Ihr mal ein paar Nadeln fuer Lang- und Rundschiffbeifuegen koenntet, mit Flach- und Rundkolben.
Und wenn Ihr irgendwo Stickgarne herumliegen habt, Maria ist ein dank-barer Abnehmer fuer ihre Stickereien. Naechstens bekommt Ihr ein Fotovon einer Stickerei, die sie fuer die Schauspielerin Maria Nicklisch ,die mit dem Schriftsteller und Regisseur Hans Schreikart verheiratetist, zu deren Geburtstag am 26. Januar gemacht hat. Stickgarne in al-len Pastell- Toenen, Seidentwiste, oder so etwas wie Filoflos( deut-scher Name) sind kostbare Arbeitsutensilien.
Wit sind vielleicht verrueckt, dass wir von Stickgarnen schreiben undnicht sagen: stopft jedes Loch mit Essbarem zu.- Hoover sagt als Ame-rikaner, der trotz allem nicht den Einblick in das Detail hat wie die