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persoenlichen Eindruecken und Meinungen ueber die letzten politi-schen Ereignisse gesprochen, obwohl gerade in den letzten vier Wo-chen sehr viel geschehen ist, was fuer die naechste Zukunft gros-se Perspektiven ankuendigt. Abgesehen von Nuernberg , seinem ge-sprochenen und vollstreckten Urteil, haben so entscheidende Wahlenmit bso entscheidenden Ergebnissen stattgefunden, dass Ihr druebenmit Kommentaren von allen Seiten reichlich versorgt werdet. Aufmeine persoenliche Meinung kommt es dabei nicht mehr an, denn ichgehoere eindeutig in das eine Lager, das jede staatlich gelenkteeinseitige Parteipolitik ablehnt. Es geht sowieso ebenfalls inden folgenden Tagen ein Umschlag mit clips an Euch ab. Vielleichtsind es auch zwei oder drei Umschlaege, weil es viele Clips sind,die Euch interessieren. Die Auswahl der clips laesst auf meinepersoenliche Meinung alle Rueckschluesse zu.
Liebe grosse Mutti und lieber Emil, es ist Sonntag Abend, die Mit-ternacht kuendigt sich an, ich habe heute im Hause allerlei gemurkstwas ich mir fuer Sonntags aufheben muss, weil es werktags keinefreie Zeit dafuer gibt. Dazu gehoert die Reparatur einer Stehlam-pe fuer Marias Arbeitstisch, denn die letzte 100 Watt- Birne istdurchgeknallt, und Maria sitzt bis in die spaete Nacht un zeichnetund malt, hat heute drei Plakat- E ntwuerfe gemacht fuer den Kultur-Verband Mainfranken, hat einige Schilder gezeichnet fuer unsereDienststelle, und sitzt augenblicklich ueber unserem Haus- Buch, indas viele Ausschnitte und Eintragungen nachzuholen sind. Ich will,wenn ich mit diesem Brief fertig bin, noch an die clips herangehen,bevor die Zeitungen voreilig verheizt werden.
Morgen ist ein wilder Tag fuer mich, weil ich neben der Arbeits-Z eit im Buero sehr viel erledigen will, abends ist Premiere in demliterarischen Kabarett" Die Schaubude", vormittags will ich zwischendurch das Paket abholen, muss bei einer Spruchkammer vorbei, wasich nur schaffen kann, wenn ich mir fuer eine Stu de unseren Dienst-Wagen nehme. Nachmittags ist die Regiesitzung. Ein richtiger Wir-bel, der zwar anstrengt, aber Freude macht, weil ich weiss, dassetwas Positives dabei herauskommen wird, und unsere Zeit kann auchauf dem Gbiet der vielen verschiedenen Kuenste sehr viel Posivitis-mus gebrauchen, schon deshalb, weil von so vielen( von viel zu vie-len) doch sehr viel Mist gemacht wird, weil diesen" enschen das Ver-dienen mehr ist als das Verdienst.
Ich umarme Euch, Maria wunnscht mit mir fuer E mil schnellste Re-konvaleszenz, damit er wieder so aktiv sein kann wie ehedem, Dirselbst von uns beiden das Herzlichste( und unser Dank fuer das C are-paket folgt in den naechsten Tagen, wenn wir uns wie die Kinder un-term Weihnachtsbaum morgen davor setzne und auspacken und dabeischon einiges in uns hineinpacken),
Dein