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das Wetter gut bekommen, und darauf kommt es uns( und den Alliierten) an.etzt kommt der schoene sueddeutsche Herbst, an dem es noch richtige warmeSommertage gibt, wo man sich in der Sporthose in die Sonne setzen kann, da-mit man zumindest gesund aussieht, etwas braungebrannt, so dass der unge-sunde, etwas unterernaehrte Teint kaschiert wird.- Maria hat sich fuerMitte Oktober in einer Pension angemeldet, sie muss unbedingt aus-spannen, muss einmal das machen, was ihr ganzes Kuenstlertum ausmacht: malen. Wir haben aus Berlin die erfreuliche Nachricht bekommen, dass sichviele ihrer frueheren Aquarelle in einem Bunker, der unter Wasser standauf einem noch nicht ueberspuelten Schrank angefunden haben und sicher-gestellt werden konnten. Wir haben jetzt veranlasst, dass wir die Sachen mnach Muenchen bekommen. Wenn demnaechst, wie es verlautet, auch der umge-kehrte postalische Weg nach overthere fuer groessere Fostsendungen moeglicist, werden wir Euch einige Bilder von Maria schicken, damit Ihr von ihrerkuenstlerischen Arbeit einen direkten Eindruck bekommt. Ihr koennt Euch jainige Bilder fuer Euch selbst aufhaengen, und die anderen an Freunde, dieSinn dafuer haben, weitergeben. Ich weiss zwar nicht, wie es dann mit demVersand solcher Dinge sein wird, weil das ja letzten Endes Wertgegenstaen-de sind, aber darueber wird es ja dann, wenn es so weit ist, Bestimmungengeben, an die wir uns halten koennen.
Wie ich gestern Abend bein Durchblaettern der Korrespondenz festgestellt hahabe, duerfte ein Brief vom 20. Maerz nicht angekommen sein. Er war sehrumfangreich und enthielt sehr viele Fotos aus unserer Wohnung, von Mariaund mir. Die Bilder, die Ihr bereits bestaetigt habt, wurden spaeter abge-schickt, nachdem wir ahnten, dass der erste Schub nicht angekommen seinduerfte. Dieser Brief enthielt die Daten ueber Joe Morrissey und Greiner.-Jetzt sind wieder von Marias Arbeiten im" Bunten Wuerfel" Aufnahmen ge-macht worden, ich will kleinere Vergroesserungen machen lassen und sieStueck fuer Stueck im Rahmen der erlaubten Gewichtsmengen herueberschik-ken. Und wir warten auf ein Bild von Euch! Ueber Joe Morrissey schriebich damals, dass er als die fraternization erlaubt wurde einer derersten war, die an unserem persoenlichen Ergehen den lebhaftesten Anteilnahmen, dass er uns oft aufsuchte und sich interessiert ueber alles mituns unterhielt. Er erlebte gewissermassen die ganze Zeit mit, in der wirversuchten, wieder festeren Boden unter die Fuesse zu bekommen.-Heiderhabe ich- doch, ich habe sie bei mir seine Adresse ist: Mr. Joseph Mor-rissey, 112 Duncan Aue., Jersey City , 6, New Jersey.- Alexander Greinerist ein Vetter von Maria und lebt seit sehr, sehr langer Zeit in New York .Er war in einer leitenden Stellung bei Steinway und sons, arrangierte dieKonzerte. Seine Adresse habe ich nicht zur Hand. Telefonisch muesste sichdas feststellen lassen. Im naechsten Brief gebe ich noch einmal genauereAngaben, diesen Brief schreibe ich gerade in der Mittagspause im Office.An Frau Pfau werde ich ueber Wochenende schreiben, noch bevor das von Dirangekuendigte Trockenobst- Paeckchen angekommen ist.- Das Care- Paket duerfte dem Schiffstreik bisher zum Opfer gefallen sein. Hoffentlich kommt esueberhaupt noch an, denn es waere nicht nur deshalb ein Jammer, weil unsZusaetze verlorengingen, sondern weil Ihr es Euch abgespart habt. Das istfast noch schlimmer.Emil wird wahrscheinlich diesen Brief unbedingt selbst lesen wollen undmit Dir schimpfen, weil Du doch von seiner Krankheit geschrieben hast.Aber jetzt, wo es einmal und gottlob geschehen ist, soll er wissen,dass sein Schicksal unser Schicksal ist. Jetzt ist diese Anteilnahme jawieder moeglich und erlaubt! Wenn das ein Trost fuer ihn ist, soll er auchdaran gesund werden! Wir gruessen Euch beide von ganzem Herzen. Mariasagt meine worte sind auch ihre Worte!