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die eine Richtung einer Entwicklung, welche die normal zu erklaerenden la-tenten Spannungen zwischen Ost und West beruecksichtigt, ohne damit nun dasGespenst eines dritten Weltkrieges heraufzubeschwoeren. Dass Voelker mitein-ander friedlich um die Festigung ihrer Einfluesse in bestimmten Laendernoder- was Deutschland betrifft- in bestimmten Landesteilen ringen, duerfteim Zeitalter der Atombombe nur versta endlich sein. Da ja sogar das Lebeneines jeden einzelnen Mensch Kampf ist, ist auch das Leben von Menschen-gruppen und ganzen Nationen letzten Endes nur Existenzkampf, und nach diesemschlimmsten aller Kriege wird man ja so weit sein, dass man das Schwert end-gueltig in die Scheide gesteckt hat. Ich erschlage ja auch nicht Herrn Muel-ler, weil ich sein Nachfolger werden will, sondern ich versuche bestenfalls,nachzuweisen, dass Herr Mueller nicht der richtige Mann ist. Ich kaempfemit sachlichen Waffen gegen ihn, er kaempft mit sachlichen Waffen gegen mich,und wird er einmal unsachlich, dann ueberzeugt er nur noch mehr die Menschendie auf meiner Seite gegen Herrn Mueller stehen.- Willst Du nichtmein Brudersein, dann schlag ich Dir den Schaedel ein- das ist ein ueberholter Urwald-Standpunkt. Im Jahrhundert des ballyhoo, auch des politischen ballyhoo, indem man mit Kultur, Zivilisation und anderen schoenen, fortschriftlich anmu-tenden Dingen beleckt wurde, mordet man sich gegenseitig nicht so primitiv.Maria, die soeben die beiden ersten Seiten gelesen hat, meint ganz richtig,dass ich viel zu viel von diesen meinen persoenlichen Meinungen spreche, al svon unserem persoenlichen Leben. Aber das gehoert zu meinem persoenlichenLeben und Erleben wie die 1250 Kalorien zur Erhaltung dieses persoenlichenLebens.
Lebt in N.Y. nicht ein Genosse Ackermann? Der mal in Wien eine Rolle gespielthat? Sein Sphn ist hier draussen in Dachau beim war crimes, und als eine Be-kannte von uns, Christine Voigt, die draussen in Dachau im Fotolabor arbei-tet, dem P eter mal erzaehlte, dass sie mit uns befreundet sei und dass un-sere relations over there lebten und so und so hiessen, rief er bei dem NamenJuchacz : Oh, thats Marie J.- I guess I know her, perhaps not personally,but my father knows her exactly, I am sure.- Peter ist fuer mich jeder-zeit ueber D achau zu erreichen. W enn das zu einer neuen Verbindung fuehrensollte, waere das nicht schlecht, denn Christine pendelt dauernd zwischenDachau und Mu enchen hin und her.- Obwohl der gute H.E.Beine inzwischen ab-gefahren ist, habe ich die letzten Drucksachen noch bekommen. Aber Ihr wer-det ja inzwischen die verschiedenen Briefe von mir bekommen haben, in denenich mitteilte, dass Beine ab 15. Juli fuer mich nicht mehr greifbar ist.
Das soll fuer heute genuegen. Bin neugierig, wie lange so die verschiedenenBriefe von mir brauchen, und ob sie ueberhaupt ankommen. Ich will noch ein-mal kurz zusammenstellen:
De n englisch geschriebenen Brief vom 28. April hattet Ihr bestaetigt undmitgeteilt, dass der zwei( bzw. drei) Tage vorher abgeschickte vier Seiten lan-ge Brief nicht angekommen sei.Danach gingen ab: am 26. Mai, 2 Seiten, mit Bestaetigung Eures Br.v.12.4.am 11. Juni( sagt Maria, hat sie an Euch geschrieben, ichweiss davon nichts).
am 13.
am 20.am
4.
am 14.
am 18.am 24.
Juni, vier Seiten, mit Best. Eur.Br.v.12.5., in demIhr nach d.Br.vom 26.( 25.) 4. fragt. Dieser Br.vom 13.6.enthaelt wichtigs en Auszug d.Br.v.25.Juni, handgeschr., mit 5 Bildern von uns.Juli, 3,5 Seiten, mit Aufzaehlung ueber erh. Paket-Inhalt, u.m.Nachtrag vom 5.7.
Juli,Juli, 1 Seite, mit endg. pos. E ntsch, ueber michJuli, 2 Seiten, mit Ber.ueber Augusts BesuchJuli, 3 S eiten, naemlich diesen Brief, den ichmit den herzlichsten Gruessen_fuer Euch beide und mit dem Wunsch, dass wiruns spaetestens im naechsten Fruehjahr wiedersehen, abschliesse. Immer Euer