heftet, und zum Wochenende geht Maria zu einer Nachbarin, die eineNähmaschine hat, um alles fertigzumachen. Wir nehmen an, dass diebeiden Trikot- Sport- Oberteile mit den halblangen Aermeln zu die-sen beiden Hosen angezogen werden sollen. Vielleicht entsteht derraus aber auch- wenn die Sekretärin morgen die Dinge zurückgibt.- ein Schlafanzug. Des füge ich diesem Brief aber noch an. DenHerren- Sommeranzug hat Maria mir ebenfalls sofort anprobiert( wirsins feierten dieses Riesenpaket bis nachts um vier Uhr), die Hose ist.zu kurz, hat aber genug Umschlag, um auf die richtige Länge ge-Hot bracht zu werden. Der Rock ist in den Schultern etwas knapp undin der Hüfte etwas weit, aber auch das ist kein Problem, wir ha-ben den Anzug heute Nachmittag beim Schneider des" Bunten Würfels"vorbeigebracht, ihm einige Zigaretten versprochen( de wir inzwischnooit en ja erfuhren, dass wir welche zurückbekommen), und er wird mirnoiden Anzug ändern, sodass auch dieses Problem ohne Umstände einethe vollkommene Lösung findet. Herrlich! Ein Sommeranzug! Die Welt
kann manchmal doch wieder recht schön sein, trotz aller Misereund trotz" heute so und morgen so"- Von dem schwarzen Seiden-kleid sagte ich schon, dass sich Maria derin so wohlfühlt, als obder Schneider ihr es gestern wunschgemäss fertiggestellt hätte.-Maria und ich werden, abwechselnd mit der Küchenschürze angetan,Küchendienst machen und Geschirrspülen, und auch das ist ein Son-nenstrahl, der uns beide erwarmt.- Aus dem grossen geblümten und xetwas eingeschnittenen Flanell- Stück möchte sich Maria am lieb-sten zwei Nachthemdchen bauen. Und wenn sie das glaubt, wird siedas auch machen. Sowas geht sehr fix bei ihr. Dass ihr die schwar-ze Wolljacke bei Kühle Bauch und Nieren wärmt, wird beitragen, ihr eGesundheit und Arbeitskraft zu erhalten, die sie Euch am liebstenso bald als möglich einmal vorführen möchte. Da fallt mir nebenbeietwas ein: soll sie Euch einmal ein Aquarell malen? Wir könntenes über US- Forces- Mail schicken, irgend jemanden, der uns dafürseinen Absender leiht, finden wir schon.- Der Hüftgürtel machtsie übrigens so schlank, dass ihr nichts mehr passt. Alles ist zuweit, aber da sie jetzt selten Strümpfe trägt und bei kühlem Wettermehr anhat, wird sie an ihren Kleidern nichts zu ändern haben. Viel-leicht hat sie bis zum Herbst auch wieder etwas zugenommen. DieFoots- Eeze sind nach ihrer Mitteilung äuss rst praktisch und ange-nehm, besonders in Schuhen ohne Strümpfe .- Das Paket Seifenpul-ver hatte sich innerhalb des Pakets in Wohlgefallen aufgelöst, aber wir haben alles gein säuberlich zusammengeschlittelt und abgelklopft, sodass von dem Inhalt nur ein Bruchteil aus einigen Ritzenverlorenging.- Ich habe von meiner letzten Dienstreise noch etwasMehl, zum Sonntag wird Maria mit Eurem Backpulver sich an einemKuchen versuchen, Sacharin und Eipulver haben wir noch, und EuerMilchpulver wird sich darin ebenfalls gut ausnehmen. So sparen wiretwas Brot, mit dem sowieso kein Mensch auskommt.- Eine der bei-den Dosen Lemon Juice haben wir heute Abend aufgemacht, aber mitSacharin schmeckt es nicht, und sauer löschtnes viel besser denDurst, Am Käse haben wir selbstverständlich auch schon genascht.Würstchen und Noodle Soup kommen beim nächsten fühlbaren Rations-Loch an die Reihe.- Entfärber und Färbemittel sind grossartig, ichkann dadurch einige alte Soldatenstücke wieder verwendungsfähigmachen. Zum Wochenende wollen wir das mal ausprobieren. Die Do-se mit den Nähsachen ist natürlich für Maria ein Lustgarten, siefing wie gesagt nachts gleich an und schnitt, heftete, nähte.Sie sitzt nebenan und arbeitet an dem Hochschul- Plakat, ich habemir heute Abend aus dem Bunten Würfel diese Maschine entliehen,die ich morgen frühb zurückgeben muss, aber ich will die genzeNacht durcharbeiten, um alles zu erledigen, einige wichtige Korre-spondenz- Dinge, Steuer- Aufstellungen, Registrier- Formulare usw. Diekleine amerikanische Maschine musste ich zurückgeben, ausserdemwar sie reparatur- reif.
09