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Persönliche Korrespondenz
Entstehung
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es nicht tragisch, was vielleicht so klingt.vielleicht so klingt. Ihr habt nämlich recht:wir sind jung( Maria wird am 5. Ma140 Jahre alt, ich im Juni 38)ben bewiesenermassen( wenn nicht gerade is cniasgehenat) schwung, Ver---trauen, Hoffnung, Optimismus, und den grossen Wunsch, Euch zu besu-chen, Vorläufig dürfen nur polnische( oder überhaupt ausländische) KZleer und amerikanische Staatsbürger hinüberfahren, aber ich hoffe, dass..doch einmal eine Erweiterung gemacht wird und alle die, die Angehö-rige drüben haben, wenn auch nur zu Besuch hinüberdürfen. SobaldIhr etwas darüber erfahren soltet und glaubt, dasssch das kautions-mässig us. machen liesse, schreibt uns!

Auch wenn ich deenen Brief geschrieben hbe, so ist jedes Wortgleichermassen von Maria.

Wir umarmen Euch Guten mit der ganzen Dankbarkeit, die sich nur ebendurch dieses wort ausdrücken lässt. Eine andere Form werden wir zu eineranderen Zeit finden,-wenn diese Zeit da ist.

In Liebe und mit allen Grüssen, auch an Käthe, durch deren Tüchtigkeitwir uns auch über alles freuen können, was uns erreibt,

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Das war bis auf einige kleinere Auslassungen- der Inhalt des Brie-fes vom 25. April.

Ihr seht kein Autounfall, nicht Beunruhigendes.- Und sonst gibt es.keine Veränderung, leider. Ich habe vor einigen Tagen noch ein-mal an empner geshhrieben, weil manches natürlich problematischwird. Die Verpflichtungen des täglichen Lebens laufen ja weiter. Aberwenn ich ganz ehrlich sein soll, so habe ich auch im Falle Kempner keine Hoffnung mehr, dass er helfen kann.dass er helfen kann. Dazu ist inzwischen seitmeinem Besuch bei ihm in Nürnberg wieder zu viel Zeit vergangen( 4Wochen insgesamt). Was werden soll, weiss ich nicht. Van Loon istgestern für zehn Tage nach London geflogen, um diesen kleinen Erlaubzur Verabschiedung von seinen Freunden zu benutzen. Wenn er zurück-komt, packt er sein Sachen und fährt hinüb r. Dann habe ich nieman-den, der an mir interessiert ist. Ich trage mich insgeheim mit derHoffnung, dass Ihr jetzt die amerikanische Staatsbürgerschaft erwer-ben könnt. Das würde uns allen, Lotte, Paul und mir, vielleicht et-..was helfen. Maria und ich haben die ganz feste Absicht, einmal unsereZelte hier abzubrechen und hinüberzukom en. Am liebsten schon im kom-menden Frith jahr. Aber auch das wäre nur möglich, wenn ausser Eureerfolgten Einbürgerung meine Angelegenheit klargestellt ist.Maria hat schon einige Hale versucht, direkt an Euch zu schreiben,hat aber noch keine ruhire Minute dafür gefunden. Vielleicht machtsie es doch in den nächsten Tagen.

Könnt Ihr mal an Kempner schreiben? Sact ihm, er wäre der einzigen1 Letate, auf den ich meine wirklich allerletzte Hoffnung setze.Ansonsten besteht meine Produktivität darin, möglichst nicht zu ver-11elfeln. Auch das konnt sein.

Und jetzt warten wir allen Ernetes geduldig und mit Ausdauer auf dasnächste Paket. Wie kann man Euch einen Ausleich geben?

Ich schliesse mit einem Stoss- Seufzer.

Immer Euer

Einen ganz brutalen Nachsatz: habt Ihr von den Möglichkeiten, 15 Dol laseinzuzahlen, fir die man hier ein Piket bekommt, gehört? Habt Ihr die15 Dollars? Wir leben nämlich in den nächsten 14 Tagen nur von Kartof-feln( gottseidank, dass elche da sind). Alles andere ist zu Ende: BrotFett, Fleisch. Nicht arbeiten können und dürfen ist doppelt schlimm,wenn man dabei verhungert.