Akte 
Persönliche Korrespondenz und Erinnerungsstücke
Entstehung
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Das Manuskript zu dieser Sendung habe ich geschrieben. Untereinem Preudonym. Hast Du in Düsseldorf gelegenheit, Fernseh-Funk zu erleben"( das bisherige Programm Bundesprogramm war zu-meist recht trostlos)?-Sieh Dür- wenn möglich- diese Sendung an.Ich glaube, dass sie nicht schlecht wird. Dein Urteil würde michinteressieren. Du siehst immer so klar.

Allmählich fange ichieder mit meiner Fotoarbeit an, eslaufen schon wieder einige Dinge, sodass ich die traurige Zeitendlich hinter mich bringen konnte, traurig deshalb, weil die Ver-sicherung des Amerikaners, der den Unfall verschuldete, eine bisherviermonatige Verzögerungstaktik betrieb. Bis Ende Januar soll al-les geregelt werden, dann sind alle Löcher zugestopft, und ichkann ohne seelisch- materielle Belastung weitermachen. Bisher fehl-te mir das Gefühl dieser für meine Arbeit wichtigen Freiheit.Ich mache Dir einen Vorschlag Crasse Mutth

echial

an Käthe. Ich schreibe ihn gelichzeitig fin sie-- So machen esMaria und ich auch, wir informieren uns über alles durch ständigenAustausch.- Und gib mir Käthes Adresse.

Ich habe schon manches Mal daran gedacht, ob Käthe nicht Norderney mit München vertauschen könnte, zumindest für einige Zeit. VonMünchen nach Düsseldorf ist es genau so weit wie von Norderney . Auchin Süddeutschland gibt es eine AW mit Plätzen, an denen ein Menschwie Käthe gebraucht wird. Da- wie ich hoffe- Käthe diesen Briefbekommen wird, erfährt sie von meinen Gedanken. München istschön, eine lebendige Stadt, mit einer noch schöneren Umgebung.Und für Käthe wäre es wichtig, einmal eine andere Luft zu atmen.Ausserdem wäre es schön, sie in meiner Nähe zu haben. Und mit mei-nem Wagen fährt man ebenso schnell einmal nach Düsseldorf undzurück, zu einem verlängerten Wochenende, sodass ich Dich ebenfallsöfter sehen würde.( Ausserdem über die Bergstrasse).

Späte Einfälle zu später Stunde. Man soll sie äussern, findeich.

Du wolltest in Kürze das Wichtigste.- Ich schreibe selten genug.Wäre den 76. Geburtstag nich eine Gelegenheit, entre famille dasnachtuholen, was- Dir wohlverdientermassen zum 75 offiziell# zu_gedacht" wurde?

Marias und meine Gedanken sind dieselben, sie kann diesen Brief nichtunterschreiben, Aber sie tat es heute morgen, als wir, wie so oft,von Dir sprachen.

Alle guten Wünsche, liebe grosse Mutti, von uns beiden, an Dich,und an Käthe, die diesen Brief erhält, sobald ich die Adresse habe,

Dein

( Durch schlag eines Briefes von Fritzmichael Röhl an Marie Juchacz zum 76. Geburtstag)

( Da unleserlich neu getippt. Ohne inhaltliche Korrektur oder Strei-chungen, leldiglich Umlaute getippt, die auf FMR's àiten alten ameri_kanischen Maschine fehlten, daher die ungleich langen Zeilen.)

24.5.79.

Mastia Raldsen. Nippert Barkland