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Persönliche Korrespondenz und Erinnerungsstücke
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AW- Kindergruppen in Duisburg

In den letzten Jahren sind in vielen Or-ten der Bundesrepublik Kinder- und Ju-gendgruppen der AW entstanden. Seitzehn Monaten hat sich auch die Duisbur­ ger Arbeiterwohlfahrt dieser sicherlichnicht leichten Aufgabe angenommen. Inintensiver Kleinarbeit wurden die Vor-

bereitungen getroffen, zu denen in ersterLinie die Werbung und Schulung vonMitarbeitern zählte. Innerhalb kurzerZeit konnte ein Kreis von 25 Helfern ge-wonnen werden, der sich für den Aufbauder Kindergruppen zur Verfügung stell-te. Heute bestehen in den einzelnenDuisburger Stadtbezirken bereits 13 festeGruppen, in denen rund 180 Kinder zu-sammengefaßt sind.

Das Programm der Kindergruppen istsehr abwechslungsreich und vielgestaltig.Man findet auf dem Programm nebenden vielbegehrten GemeinschaftsspielenSingen und Musizieren, Stegreifspiel,Film und Tanz. Wanderungen und Fahr-ten gehören zu den Höhepunkten undschaffen die schönsten Gemeinschafts-erlebnisse. Einige Gruppen wollen einenSchritt weiter gehen und Hilfeleistungenerfüllen. Eine Anzahl Kummerkästen"sind bereits aufgestellt. Mit beachtlichemEifer sind die Kinder dabei, die im Kum-merkasten vorgefundenen Wünsche zuerfüllen.

So bunt das Bild der Gruppenmitgliederauf Grund ihrer sozialen Herkunft ist,so abwechslungsreich sind auch die Be-

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rufe der ehrenamtlichen Gruppenleiter.Unter denen sind Handwerker, Ange-stellte, Arbeiter, Gymnasiasten und aus-gebildete Pädagogen wie Kindergärtne-rinnen und Fürsorger. Sie alle stellen ei-nen erheblichen Teil ihrer Freizeit in denDienst der Kinder.

Die Belastung der Mitarbeiter ist groß.Sie müssen nicht nur ihren Gruppen-nachmittag vorbereiten und durchführen.Die Kinder erwarten auch ihre Bereit-schaft für Wanderungen und Fahrten anWochenenden oder andere gemeinsameVorhaben über die Gruppenstunde hin-

aus.

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Allein Lust und Liebe reichen nicht aus,um diese Aufgaben auf die Dauer zufrie-denstellend zu erfüllen. IntensiveSchulungen sind erforderlich, um denGruppenleitern das notwendige Rüstzeugfür ihre verantwortungsvolle Arbeit zugeben. So sind viele Wochenenden ausge-füllt mit emsigem Lernen. Das Schu-lungsprogramm ist so reichhaltig wie dasProgramm der Gruppen. Die Gruppen-leiter schwingen selbst das Tanzbein, umneue Gemeinschaftstänze einzuüben. Im-mer neue Spiele, Lieder und andere Pro-gramm- Möglichkeiten werden überlegtund erprobt. Natürlich stehen auch päd-agogische Probleme auf dem Lehr-gangsprogramm, um in gemeinsamer Ar-beit Klärung und Vertiefung zu erfahren.Der Gewinnung und Schulung von fähi-gen Junghelfern wird große Sorgfalt zu-

gewendet. Jungen und Mädchen im Al-ter von 15, 16 oder 17 Jahren praktizierenin den Kindergruppen und machen dortihre ersten pädagogischen Erfahrungen.In Lehrgängen werden diese ausgewertetund neue Aufgaben erschlossen. Mit die-sen Bemühungen ist die Hoffnung ver-

knüpft, daß aus den Junghelfern späterfähige Gruppenleiter werden.Jedoch erwartet den Gruppenleiter bei

der Arbeiterwohlfahrt nicht nur Arbeit.Die Mitarbeiter treffen sich gelegentlichund führen unter sich" manches netteVorhaben durch. Nicht selten findet mansie auf gemeinsamer Wanderung oderFahrt.

Wie in vielen anderen Gruppen schmie-det man auch in den Kindergruppen derArbeiterwohlfahrt Zukunftspläne. In denSommerferien nehmen sie gemeinschaft-lich an einem großen Ferienzeltlager teil.In den nächsten Jahren wollen sie das

Ruhrgebiet verlassen und ihre Zelte imSauerland oder Teutoburger Wald auf-schlagen.

Die Arbeiterwohlfahrt hat mit derDurchführung der Kindergruppenarbeiteine sehr schwierige, jedoch auch schöneAufgabe übernommen. Über 180 Kinder,Jungen und Mädel im Alter von 7 bis 13Jahren verdanken den Bemühungen derehrenamtlichen Helfer frohe und interes-sante Stunden in kleinen und gut gelei-teten Gruppengemeinschaften. W. B.

Alfred Partikel

geb. 1888 in Goldap ( Ostpr.)1945 verschollen

>> Heuernte«- Radierung

» Die Zeichnung ist die erste Niederschriftder künstlerischen Intention; frei und un-behindert folgt der Stift der Phantasie desKünstlers.«<( Max Liebermann 1847-1935)Der seit 1945 verschollene ostpreußischeMaler Alfred Partikel läßt uns in dieserRadierung eine Naturstudie erkennen, dieer unmittelbar in die Zinkplatte geritzt hat.Bewegt und lebendig wirkt dadurch derNadelstrich und betont das Frische undKräftige der jungen ostpreußischen Bäuerin,die leicht und behend das duftende Heuwegträgt.

EP

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